Alles kumuliert

Hallo meine Lieben,

Herr M.O. ist ein Paradebeispiel an Zuvorkommenheit. Er ist – bis auf höchst seltene Ausnahmen- immer höflich. Seine Geduld und der Regenbogen enden an der gleichen Stelle. Er schmeißt seine Kippen nicht auf den Boden. Der Anstand ist ihm – glaube ich – schon seit der Kinderwiege angalvanisiert.

Nun ist er aber vor kurzem Opfer seiner Tugendhaftigkeit geworden. Ich habe ihn um Erlaubnis gefragt, ob ich sein Schicksal hier öffentlich zugänglich machen darf. Keine Hinzudichtung, kein Weglassen, kein Verblümeln. Es soll ein Mahnmal sein! Eine Warnung an alle und dennoch auch ein Aufruf, dem Sittenverfall trotz aller Gefahren nicht Tür und Tor zu öffnen!

Folgendes ist passiert:
An einem der letzten Wochenenden hatte er -wie so oft- Besuch von seinen Kumpels. Man feierte gesellig daheim und gegen Abend machte man sich auf den Weg zu einer Party. Dort war alles eigentlich ganz nett, bis er plötzlich zu aller Entsetzen und ohne Vorwarnung ohnmächtig umkippte.
Besorgt ging er am nächsten Tag zum Arzt. Alle meßbaren Werte waren OK. Woran könnte es gelegen haben? Ob er denn was Falsches gegessen hätte? Mein Freund berichtete wahrheitsgemäß und so kam der gute Doktor zu einer überraschenden Erklärung…

Wie erwähnt, man plauderte den ganzen Tag über gemütlich zuhause bei seeeehr viel Federweißer (also neuem Wein) und seeehr viel Zwiebelkuchen. Bis zum Abend hatte Herr M.O. schon gute 2 Liter des Jungweines intus und fast einen ganzen Kuchen allein gegessen.
Wer sich mit Federweißer (wahlweise auch Chemie) auskennt, weiß, dass dank dem Zucker der Trauben, dem Alkohol und der Kohlensäure ein gewisser Gäreffekt doch relativ schnell einsetzt. Wer sich mit Zwiebelkuchen (wahlweise auch Chemie) auskennt, weiß, dass auch er eine signifikante Flatulenz verursachen kann.
Man war also auf besagter Party und es ging (vor allem in Herrn M.O.’s Verdauungstrakt) tierisch ab. Tapfer, selbstaufopfernd rücksichtsvoll und stolz verkniff er sich hartnäckig jeden(!) Abwind. Nur zu gut, kann ich mir vorstellen, wie ihm der kalte Schweiß auf der Stirn stand und ihm schon ein Gänsehaut-Schauer über den Rücken lief. In der Zwischenzeit schwollen seine Därme durch die Gase unnachgiebig und dermaßen beachtlich an, daß sie anfingen gegen das Zwerchfell zu drücken. Das Zwerchfell wiederum drückte auf eine Aterie. Folge: Ihm wurde irgendwann schwarz vor Augen und er wurde ohnmächtig.

Unglaublich oder? WOW!!! 😀 Würde ich ihn nicht so gut kennen, würde ich behaupten, er bindet mir einen Bären auf.
Was lernen wir daraus? Man sollte frühzeitig nach Lösungen für die Dinge suchen, denn irgendwann erreichen sie alle die höchste Stufe der Überfälligkeit und ihr fallt um! In diesem Fall gab es nur eine… sagen wir… mechanische Lösung. 😉

Noch ein Freud’scher Verleser am Rande:


Ich hab mich jetzt bestimmt 30 Sekunden lang gewundert, wie man einen Film bloß „Karies“ nennen kann?! Das Plakat ist ja auch heftig und worüber die Story wohl geht?!

Zeit für in die Vorlesung! 😉

Bis bald,
euer Ambitionsmädchen

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2 Antworten to “Alles kumuliert”

  1. ankiejunkie Says:

    als anwesende Augenzeugin und Erstversorgerin des Unfallpatienten kann ich alle hier geschilderten Vorkommnisse und Zusammenhänge nur bestätigen.

    GAAAANZ GENAAAAUUUU so wars 😀

  2. ambitionsmaedchen Says:

    Danke… Anke! 😀

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