Für Fäkalsprache gibt es keine Auszeichnung

Dezember 13, 2013

Hallo meine Lieben,

Ich bin ein Language-Victim, sehender Poet, ein Horcher und ein (Ver-)Leser. Vor allem aber liebe ich die logochirurgischen Talentträger unseres Alltags! Wenn jemand in der Lage ist, Sprache wie ein präzieses Skalpell zu benutzen, dann stehe ich schau- und hörlustig daneben und wünschte es ginge nie zu Ende…
Heute saß ich in einer Besprechung mit dem Vorstand. Das Thema war schon in vorangegangenen Meetings „kontrovers diskutiert“ worden, wie man gemeinhin so schön verschleiert. Und dieses mal durfte ich dem bisherigen Höhepunkt als Zeuge beiwohnen, als einer der Herren den anderen fragte, ob er „nicht richtig sortiert“ sei. Ich konnte nicht anders als not politically correct aufzulachen. Nicht die Hähme ging mit mir durch, sondern die Freude über diese wunderschöne Verpackung. Ein Entzückendslaut aus tiefstem Herzen quasi. Er hätte auch sagen können, „Sie Depp“ oder etwas bald noch Garstigeres, aber nein! Er hat die intellektuell anspruchsvollere Beschimpfung gewählt. Das ist toll! Im Geiste stand ich auf, durchschritt den Konferenzraum bis zu seinem Tisch, beugte mich hinüber zu ihm und befestigte feierlich einen schillernden Orden (am Band!) am Revers: für ehrenwert ausartikulierte Beleidungen.

Gestern war ich übrigens im Sport, um noch einmal auf meinen letzten Beitrag zurückzukommen. Direkt danach fühlte es sich noch gut an… so unmittelbar… heute tut’s schon weh… Am Besten ich lockere mich beim TOF, dem Take-Over-Friday im Ackermanns.

Bis bald,
euer Ambitionsmädchen

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Britney Spears mit positiver Implikation auf Adoleszente (und Erwachsene)

Dezember 8, 2013

Hallo meine Lieben,

erfreulicherweise konnte ich mich heute morgen zu einer Joggingrunde aufraffen. Britney Spears hat dazu in nicht unerheblicher Weise beigetragen.
Ihr jüngst veröffentlichter Chartbeitrag „Work Bitch“ ist in meinen Augen ein gelungenes Mittel, um eine gewisse Zugmotivation (vgl. Schub- und Zugmotivation in der Verhaltenspsychologie) zu wecken. Sehr anschaulich stellt Sie dar, was man tun muss um:
– einen Bugatti/ Maserati/ Lamborghini zu fahren
– in einem netten Anwesen zu wohnen
und Dinge wie
– eine Party in Frankreich zu machen

Es fängt aber auch schon im Kleinen an, wie z.B.
– Martinis zu nippen oder
– im Bikini heiß auszuschaun

Bei Letzterem griff die kalte Hand der Eitelkeit zuerst nach meinem Herzen und danach direkt an die Celluliteschenkel. Es kann so nicht weitergehen! Nicht falsch verstehen, ich weiß ich bin nicht dick oder so, aber ich fühle mich nicht mehr knackig wie – sagen wir mal – ein Granny Smith, sondern eher wie ein weich gereifter, mehlig runzliger Golden Delicious.

Ich jedenfalls schaffe es nicht, mir dieses Lied bei einem schönen dicken Butterbrot mit Kalbsleberwurst und Gürkchen obendrauf anzuhören und es kommt bei mir kulinarischer Genuß auf! Ich fühle mich einfach direkt schlecht.

Nach diesem Allerlei an Suggestivfragen singt Britney im folgenden Refrain 4x hintereinander „you better work bitch“, gefolgt von 2x „now get to work bitch“, was dem ganzen noch gehörig Nachdruck verleiht.
Natürlich macht sie das, weil sie hofft, jugendlichen Mädchen die Bedeutung von Selbstwirksamkeit zu erläutern, sofern man unter „bitch“ genau jene hormongeschüttelten jungen Frauen versteht. Wenn ich mir die originäre Zielgruppe von Britney Spears anschaue, glaube ich, zumindest manche empfinden das als „cool“ konnotierte Charakterisierung für sich und ihren Freundinnenkreis. Aber ich steck da ja auch nicht mehr drin. Wenn wir schon beim Thema sind: Wem außer mir ist noch aufgefallen, dass im Lied >>“Scream & Shout“, welches Britney Spears zusammen mit Will I Am singt, in der für den englischsprachigen Raum veröffentlichten Radiofassung aus Jugendschutzgründen das Wort „shit“ zensiert wurde, das Wort „bitch“ aber nicht? Warum eigentlich?

Naja, jedenfalls wollte ich dann kein Wurstbrot mehr essen, sondern mein Leben verändern und das fängt bei „mal-wieder-Sport-machen“ an, also Joggen. Was ich mir noch so einfallen habe lassen, um aus meinem Stimmungstief/ mittelschwerer Midlife-Crisis herauszukommen, das erzähle ich euch beim nächsten Mal.

Bis bald,
euer Ambitionsmädchen

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Just listening:
>> Britney Spears – Work Bitch
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Wie ich meinen Job sehe

Dezember 6, 2013

Hallo meine Lieben.

„Schreib wieder für mich“, wünscht sich der Fuchs.
Und einem Fuchs kann man schwerlich Wünsche abschlagen…

Heute habe ich mich verlesen: „nichtabenteuerliche Aufgaben“ las ich. Gemeint waren aber „nichtsteuerliche Abgaben“. Freud läßt grüßen. Ich will einen neuen Job…

Bis bald,
euer Ambitionsmädchen

Die Mad Cow

September 16, 2013

Hallo ihr Lieben,

Sommer vorbei, es kann wieder losgehen!
Heute will ich euch Rachel Maddow empfehlen. Eine amerikanische Moderatorin, die besonders durch ihre politischen Beiträge und Bücher bekannt und geschätzt wird. Das Beste: Sie ist out und proud! Hier könnt ihr in ihre tägliche Show reinhören:

http://tunein.com/radio/The-Rachel-Maddow-Show-p54878/

Grr… und hot ist sie auch… und so schlau… 😀

Bis bald,
euer Ambitionsmädchen

Graustufen

Februar 2, 2013

Hallo meine Lieben,

bestimmt kennen die ein oder anderen die Vortragsreihe TED?
Hier eine kleine Empfehlung für verregnete Nachmittage:
>> Tillett Wright: Fifty shades of gay

Viel Spaß beim Gucken!
Euer Ambitionsmädchen


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