Archive for Dezember 2013

„Beschränkt durch Qualifikation“ oder „I can only knit“

Dezember 26, 2013

Hallo meine Lieben,

Meinen historischen Exkurs mit H.G. Wells und „Die ersten Menschen auf dem Mond“ habe ich noch während der Zugfahrt in den bayerischen Wald beendet. Nun, in der „staaden Zeit“, liegt nichts näher, als den ganzen Tag über gemütlich Bücher zu lesen. Erst dachte ich, ich könnte mich bei Lesarion (ich hatte schon 1x darüber >>berichtet) inspirieren lassen. Leider habe ich festgestellt das mich beispielsweise Titel wie „Palast der blauen Delphine“ und Bücher im Kontext einer Steinzeitfamilie(?!) direkt abschrecken. Kennt ihr die drei Affen, von dem sich einer die Augen, einer die Ohren und der dritte den Mund zuhält? Wenn ich sowas lese, sehe ich aus wie letzterer, weil ich schon ein bisschen würgen muss. Nicht zu verwechseln mit diesem schönen Plakat hier:

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Ganz sicher werde ich im Lesarion-Forum nicht mehr fündig. Das ist ab jetzt meine marmornere Meinung! Da bin ich blassiert, arrogant und unbelehrbar! Schublade auf, Mensch rein, Schublade zu! Der Fuchs meint, ich wäre halt aufgrund meines Anspruchs beschränkt; nicht jeder würde Hesse lesen. Dabei hätte ich die Latte noch nicht mal so hoch gelegt! Aber vielleicht ist ja was dran und ab einem bestimmten intellektuellen Anspruch verschließen sich wieder die Türen… zu Büchern, Filmen und Witzen. Da werden die Worte zu banal, die Geschichte vorhersehbar und die Pointe drängt sich schon nach dem 2. Satz auf. Winke winke geistiges Groschenwerk!

Aber ich möchte keinen falschen Eindruck erwecken! Ich kann auch getreu dem Motto: „Heute singt für Sie… das Niveau!“. Passend hierzu mein heutiges Netzfundstück! Wischi-Waschi! Ganz großes Kino!

Bis bald,
euer Ambitionsmädchen

Oh…yes……yes!……..YEEEAAASSSSSS!

Dezember 16, 2013

Hallo meine Lieben,

ich habe eine Fotozusendung erhalten:

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Ist das nicht wunderwunderschön?! Was zunächst aussieht wie ein schlechter Scherz, ist Teil einer kompletten Kampagne. Das haben meine ausführlichen superficial Google-Recherchen ergeben. Was soll ich sagen… ich bin kurz davor, sämtliche(!) meiner homosexuellen Prinzipien über Bord zu werfen! Dieser Mann könnte der Weg zurück ins heterosexuelle Wunderland sein… Warum? Der ist so hot!

Wenn ich ein Typ wäre, wäre ich auch so großartig wie der Old Spice Mann! Auf eine Art sind wir uns jetzt glaube ich auch schon ähnlich… so vom Charakter her… 😉

Bis bald,
euer Ambitionsmädchen

Du bist wie Du spielst

Dezember 14, 2013

Hallo meine Lieben,

heute für euch ein Beitrag für ein 4-buchstabiges Computermagazin, der es leider nicht bis zur Veröffentlichung geschafft hat. Ihr bekommt ihn trotzdem 😉 Viel Spaß beim Lesen!

Du bist wie Du spielst

Das nachfolgende fiktive Interview spielt in einer nicht allzu fernen Zukunft, strotz von wilden Behauptungen und würde so wahrscheinlich auch nicht veröffentlicht. Sämtliche Personen sind frei erfunden.

Moderatorin Curious Kitten: Welcome Zockergemeinde zu unserer neuen Ausgabe von „Gaming Corner Controvers“. Unser Thema heute: „10 Jahre Facebook Social Games, was wir eigentlich nicht wissen sollten“. Mein heutiger Gast ist Dr. Greg Polish, Vice-Premier-Marketingchef von Facebook Germany und Vorsitzender der National Socialgames Accossiation, kurz NSA. Hallo Greg!

Dr. Greg Polish: Hi Curious Kitten!

MCK: Greg, mein kleiner Neffe ist drei Jahre und spielt  jetzt „Kuh Hamm Hamm“, also Farmville auf dem IPad seiner Oma. Der kleine Wicht ist kaum in der Lage mehr als semantisch gefüllte Tierlaute von sich zu geben, klickt sich aber sicher durch den virtuellen Bauernhof. Ich frage mich: „Wie und wann ist das eigentlich alles passiert?“

DGP: So junge Fans haben wir gerne! Sieh mal, Fakt ist doch, nie zuvor war der erwerbsmäßige und kognitive Zugang zu Computerspielen so niederschwellig wie heute; nie waren sie so massentauglich wie jetzt. Noch vor drei Jahren musste man sich für ein neues Spiel noch selbst in eines der Geschäfte mit Geiz und blöd bemühen, Du weißt schon was ich meine.

MCK: Hihi, klar.

DGP: Heute laden wir uns ein Spiel in minutenschnelle über Steam oder loggen uns bei Facebook ein und können unmittelbar und kostenlos loslegen. Früher – und ich meine damit zugegebenerweise vor fast 20 Jahren – stand vor dem Spielen das – gerne auch abendfüllende – Handbuchlesen; heute versteht ein Kleinkind intuitiv wie es das virtuelle Schafe schert. Denk an Deinen Neffen! Wir müssen nicht mehr erst lernen, dass eine Mausbewegung eine Auswirkung am Monitor hat. Ein Fingerwisch auf dem Touchscreen macht jede Aktionen unmittelbar und intuitiv. So erreichen wir nun nicht mehr nur die „Digital Natives“, also die Jüngsten und Jungen bis 30 Jahre, sondern auch die Generationen davor, die „Digital Immigrants“, die den Umgang mit Computern erst später und mühsamer erlernen mussten.

MCK: Da hast Du natürlich Recht, aber ist es nicht auch so, dass Freiheitsgrad und Komplexität, gerade bei den sogenannten Social Games, sagen wir mal… begrenzt sind?

DGP: Sie sind so populär wie nie, das belegen auch unsere Userzahlen. Dank Mobile Devices sind sie gerade für das kleine Game zwischendurch ideal! Wir haben uns den Usern angepasst, nicht umgekehrt! Die durchschnittliche Aufmerksamkeitsspanne beträgt heutzutage 5 Sekunden. Vor 10 Jahren waren es noch 12 Minuten! Das berücksichtigen sogar unsere Spieledesigner. Nie zuvor konkurrierten so viele Medien, Meldungen und Informationskanäle um unsere Aufmerksamkeit. Social Games laufen schneller ab, als traditionelle Spiele. Um uns bei Laune zu halten, brauchen wir Feedback, Statusupdates etc. in kürzeren Abständen. Unser Gehirn will hochfrequent mit kleinen Infosnacks gefüttert werden.

MCK: Mal naiv gefragt, wozu eigentlich der ganze Aufwand?

DGP: Ganz einfach, weil wir damit Informationen sammeln und es uns hilft Geld zu verdienen! Bleiben wir beim Beispiel Farmville: Wer hilft wem und die virtuelle Kürbis-Ernste einzufahren und warum? Wer klaut wem die Blümchen und schenkt sie jemand anderen? Da lernen wir gleich noch was über die Beziehung zwischen den Usern. Ist unsere Motivation intrinsisch oder doch von außen angetriggert? Spiele kitzeln das Unbewusste aus uns heraus. Auf unseren Servern lagern nicht nur die Postings der User. Wir führen auch Logs ob und wie sie die angebotenen Social Games spielen. Uns ermöglichen diese Informationen einen detaillierten Abgleich von Selbstbild, also aktive Beiträge und Fremdbild, ergo die abgeleitete Informationen aus dem Spielverhalten. Freud hätte seine helle Freude daran.

MCK: Spooky!

DGP: Social Games entblättern den Teil in uns, den wir selbst womöglich gar nicht benennen könnten. Wir lernen so auch die Vorlieben und den Geschmack unserer User kennen. Unseren Kooperationspartnern aus der Möbelbranche bieten wir an, neue Kollektionen ganz unauffällig, natürlich gegen eine Provision für uns, bei den Sims auszutesten. Wie viele User richten sich damit ein? Demnächst bauen wir in dem Spiel einen Kaufbutton mit ein. So kannst Du Dir die schicke Rattan-Ecke auch gleich online für Dein echtes Wohnzimmer bestellen. Praktisch oder?

MCK: Klingt verlockend. Greg, jetzt oute ich mich mal. Ich selber bin seit Jahren in den Single-Rollenspielen unserer Zeit zuhause. Morrowind, Oblivion, Skyrim, etc. Trotz der vielfältigen Gestaltungsoptionen für mein Alter Ego ist eines immer sicher: Ich nehme auf jeden Fall ´nen Kerl und ich nehme ihn mit in jede neue Welt, also in jedes neue Spiel. Was sagt das über mich aus?

DGP: Digitale Reinkarnation, das ist ja süß! Und ein kleiner Genderswitch! Aber weißt Du was? Wir haben schon Erkenntnisse bevor Du das Spiel startest. Unter dem Vorwand „Kopierschutz“ macht Steam alles möglich. Hast Du das Spiel direkt beim Erscheinungsdatum gekauft und den vollen Preis bezahlt oder war es Dir nicht so wichtig und Du hast noch gewartet, bis es billiger war? Deine Zahlungsbereitschaft gibt wieder ein kleines Puzzleteil von Dir im großen Ganzen. Dank Steam wissen wir übrigens auch ganz genau, wann Du welches Spiel zuletzt wie lange gespielt hast. Über längere Zeit hinweg beobachtet, lässt sich daraus Dein Tagesablauf schon zumindest erahnen. Achtung, jetzt kommt eine Schublade, die man mir als erläuternde Krücke verzeihen möge: Wer jeden Abend – na sagen wir semiregulär – stundenlang den Testosteron-Krieger in World of Warcraft gibt, dem fehlen vielleicht die Erfolgsmomente von Selbstwirksamkeit im normalen Leben und/oder mit gewisser Wahrscheinlichkeit zumindest in absehbarer Zeit der Partner oder die Partnerin. Viele haben dafür über einen gewissen Zeitraum hin Verständnis, aber nur in den seltensten Fällen teilt der oder die Partnerin das Gaminghobby. So können wir ein Potential für Suchtanfälligkeit herauslesen oder im harmlosesten Fall einfach eine kleine Selbstregulationsschwäche.

MCK: Oh ja, das kenne ich nur zu gut!

DGP: Anderes Beispiel: Beim Spielen fühlen wir uns unbeobachtet. Spielst Du nun eher den unauffälligen Schattenschleicher oder metzelst Du Dich durch die Levels und nimmst ggf. die zwangsweise folgenden negativen Konsequenzen billigend in Kauf? Wir überlegen gerade, wie sich daraus Rückschlüsse schließen lassen, wie solche Personen Konflikte in der Realität lösen. Bei Denk- und Knobelspielen können wir sehr gut sehen, welchen IQ die Spieler zutage legen und bei Geschicklichkeitsspielen sehen wir, wie es um Auffassungsgabe und Fingerfertigkeit bestellt ist. Wir hatten schon einige Anfragen großer Firmen, für die diese Informationen aus Arbeitgebersicht höchst interessant wären.

MCK: Geht das alles nicht ein bisschen weit?

DGP: Ganz und gar nicht! In einer Bewerbung lockt man mit Vereinsheimerei als soziale Kompetenz niemanden mehr hinter dem Ofen vor. Multinationale Konzerne schielen auch schon mal nach MMO-Gildenmeistern. In einer Gilde sind die Teams nicht weniger virtuell als in einer globalen Arbeitsrealität, wo wir mit Kollegen in China, USA und Zentraleuropa zusammenarbeiten… gleichzeitig und an einem Raid, pardon, Projekt.

MCK: Ich sehe schon, hier könnten wir uns noch ewig verquatschen. Leider sind wir schon am Ende unserer Sendezeit. Greg, herzlichen Dank für die Einblicke!

DGP: Immer gerne!

Bis bald,
euer Ambitionsmädchen

Für Fäkalsprache gibt es keine Auszeichnung

Dezember 13, 2013

Hallo meine Lieben,

Ich bin ein Language-Victim, sehender Poet, ein Horcher und ein (Ver-)Leser. Vor allem aber liebe ich die logochirurgischen Talentträger unseres Alltags! Wenn jemand in der Lage ist, Sprache wie ein präzieses Skalpell zu benutzen, dann stehe ich schau- und hörlustig daneben und wünschte es ginge nie zu Ende…
Heute saß ich in einer Besprechung mit dem Vorstand. Das Thema war schon in vorangegangenen Meetings „kontrovers diskutiert“ worden, wie man gemeinhin so schön verschleiert. Und dieses mal durfte ich dem bisherigen Höhepunkt als Zeuge beiwohnen, als einer der Herren den anderen fragte, ob er „nicht richtig sortiert“ sei. Ich konnte nicht anders als not politically correct aufzulachen. Nicht die Hähme ging mit mir durch, sondern die Freude über diese wunderschöne Verpackung. Ein Entzückendslaut aus tiefstem Herzen quasi. Er hätte auch sagen können, „Sie Depp“ oder etwas bald noch Garstigeres, aber nein! Er hat die intellektuell anspruchsvollere Beschimpfung gewählt. Das ist toll! Im Geiste stand ich auf, durchschritt den Konferenzraum bis zu seinem Tisch, beugte mich hinüber zu ihm und befestigte feierlich einen schillernden Orden (am Band!) am Revers: für ehrenwert ausartikulierte Beleidungen.

Gestern war ich übrigens im Sport, um noch einmal auf meinen letzten Beitrag zurückzukommen. Direkt danach fühlte es sich noch gut an… so unmittelbar… heute tut’s schon weh… Am Besten ich lockere mich beim TOF, dem Take-Over-Friday im Ackermanns.

Bis bald,
euer Ambitionsmädchen

Britney Spears mit positiver Implikation auf Adoleszente (und Erwachsene)

Dezember 8, 2013

Hallo meine Lieben,

erfreulicherweise konnte ich mich heute morgen zu einer Joggingrunde aufraffen. Britney Spears hat dazu in nicht unerheblicher Weise beigetragen.
Ihr jüngst veröffentlichter Chartbeitrag „Work Bitch“ ist in meinen Augen ein gelungenes Mittel, um eine gewisse Zugmotivation (vgl. Schub- und Zugmotivation in der Verhaltenspsychologie) zu wecken. Sehr anschaulich stellt Sie dar, was man tun muss um:
– einen Bugatti/ Maserati/ Lamborghini zu fahren
– in einem netten Anwesen zu wohnen
und Dinge wie
– eine Party in Frankreich zu machen

Es fängt aber auch schon im Kleinen an, wie z.B.
– Martinis zu nippen oder
– im Bikini heiß auszuschaun

Bei Letzterem griff die kalte Hand der Eitelkeit zuerst nach meinem Herzen und danach direkt an die Celluliteschenkel. Es kann so nicht weitergehen! Nicht falsch verstehen, ich weiß ich bin nicht dick oder so, aber ich fühle mich nicht mehr knackig wie – sagen wir mal – ein Granny Smith, sondern eher wie ein weich gereifter, mehlig runzliger Golden Delicious.

Ich jedenfalls schaffe es nicht, mir dieses Lied bei einem schönen dicken Butterbrot mit Kalbsleberwurst und Gürkchen obendrauf anzuhören und es kommt bei mir kulinarischer Genuß auf! Ich fühle mich einfach direkt schlecht.

Nach diesem Allerlei an Suggestivfragen singt Britney im folgenden Refrain 4x hintereinander „you better work bitch“, gefolgt von 2x „now get to work bitch“, was dem ganzen noch gehörig Nachdruck verleiht.
Natürlich macht sie das, weil sie hofft, jugendlichen Mädchen die Bedeutung von Selbstwirksamkeit zu erläutern, sofern man unter „bitch“ genau jene hormongeschüttelten jungen Frauen versteht. Wenn ich mir die originäre Zielgruppe von Britney Spears anschaue, glaube ich, zumindest manche empfinden das als „cool“ konnotierte Charakterisierung für sich und ihren Freundinnenkreis. Aber ich steck da ja auch nicht mehr drin. Wenn wir schon beim Thema sind: Wem außer mir ist noch aufgefallen, dass im Lied >>“Scream & Shout“, welches Britney Spears zusammen mit Will I Am singt, in der für den englischsprachigen Raum veröffentlichten Radiofassung aus Jugendschutzgründen das Wort „shit“ zensiert wurde, das Wort „bitch“ aber nicht? Warum eigentlich?

Naja, jedenfalls wollte ich dann kein Wurstbrot mehr essen, sondern mein Leben verändern und das fängt bei „mal-wieder-Sport-machen“ an, also Joggen. Was ich mir noch so einfallen habe lassen, um aus meinem Stimmungstief/ mittelschwerer Midlife-Crisis herauszukommen, das erzähle ich euch beim nächsten Mal.

Bis bald,
euer Ambitionsmädchen

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Just listening:
>> Britney Spears – Work Bitch
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