Archive for Mai 2012

Prokrastination, nicht mit mir!

Mai 30, 2012

Hallo meine Lieben,

eifrige Leser haben bestimmt den Hinweis in einem der >> letzten Beiträge gesehen. Prokrastination, also eine krankhafte Erledigungsblockade (im Volksmund auch „Aufschieberietis“) wird da in den Verdachtsraum gestellt und einfach unkommentiert stehen gelassen. Als Schreiberin ist man doch auf anschlußfähige Formulierungen angewiesen! Aber so… da ist es nun, dieses lange und schlacksige Wort; im dunklen Raum der Behauptung und im wahrsten Sinne des Wortes von oben herab beleuchtet.

Und wo ich mir das arme kränkliche Würstchen so anschaue, da denke ich mir doch: Prokrastination und Multi-Tasking sehen sich zum Verwechseln ähnlich. Auch wenn Multi-Tasking natürlich der wesentlich coolere Kumpane ist, sich besser anzieht und eine (wenn auch nicht unumstrittene) internationale Karriere hingelegt hat. Man kann es ja auch aus Leistung sehen, sowohl angebetet als auch verteufelt zu werden. Bad news are good news. Und – da stehe ich zu – ich finde auch, moralisch muss man immer schön flexibel bleiben! Locker in der Hüfte. Nur das Paretoprinzip (80:20) macht mir zu schaffen. Wobei… so ein berufsbegleitendes Studium zügelt doch irgendwann auch den Anspruch an sich selbst. Es ist ja so oder so „too much of a time commitment!“.

Was wollte ich eigentlich sagen? Ach ja: Kann denn Douglas Adams Sünde sein?! 😉

Bis bald,
euer Multi-Tasking-Mädchen

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Bitter-süßer Tango auf der Zunge oder Club-Mate do-it-yourself

Mai 29, 2012

Hallo meine Lieben,

während ich gestern so über meiner Seminararbeit saß und aus dem Fenster in einen lachend blauen Himmel blickte, da wuchs in mir der Durst nach noch mehr Wissen und Erkenntnis über die Zusammenhänge dieser Welt. Vor allem aber der nach einem erfrischenden Getränk; etwas so leckerem, wie dem sich wachsender Beliebtheit erfreuenden Kultgetränk: >> „Club-Mate“.

Dank gut gepflegter Connections nach Argentinien und rege prosperierenden Onlineshops, die importierten Hot-Stuff aus Lateinamerika feilbieten ist unser Haushalt immer bestens ausgestattet. Experimentierfreudig und ambitioniert wie ich nun mal bin, dachte ich, das mit der Club-Mate dürfte doch nicht so schwer sein. So und jetzt kommts: Das erste Brause-Generika stand innerhalb kürzester Zeit auf meinem Schreibtisch. Und ich verrate euch natürlich gerne, wie’s geht:

Zuerst setzt man eine Kanne Yerba zusammen mit einem Teebeutel Grüntee mit Zitronenaroma auf. Man bereite die Yerba also nicht als Mate, sondern als Tee zu. Und wenn jetzt jemand „Mate-Tee“ sagt, der outet sich glatt mal als nichtswissende Labertasche. Das gibt es nicht, ¡¿claro?! Es heißt Mate oder Tee oder Kaffee und das sind drei verschiedene Dinge. „Mate-Tee“-Sager werden intellektuell nur noch unterboten von „einzigste“-Sager. Den zubereiteten Sud lässt man dann schön abkühlen. Ist das geschehen nimmt man ein großes Glas und füllt es zu knapp zwei Drittel damit auf. Es folgt ein großer Schuss Almdudler, bzw. beliebige Kräuterlimonade. Der Rest des Glases wird schließlich mit Soda oder Mineralwasser aufgefüllt. Eiswürfel rein, fertig. Das schmeckt so lecker, das rinnt direkt ins Herz!

Hier nochmal kompakt:
1 große Kanne
300 ml Teezubereitung (Mate-Yerba und 1 Beutel Grüntee mit Zitrone-Aroma)
100 ml Almdudler bzw. Kräuterlimonade
100 ml Soda bzw. Mineralwasser
Eiswürfel nach Belieben

Für die „edición argentino“ zusätzlich:
1 Mate, 1 Bombilla, 5 Amigos, 1 Balcón, 2-3 horas Música

Wem das jetzt alles zu kompliziert klingt, der kaufe fertige Club-Mate und unterstütze den einstigen Erfinder. Ich poste natürlich aber auch sehr gerne jedes zugeschickte Foto eurer selbstgemachten Limo 🙂

Bis bald,
euer Erfindermädchen

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Just listening:
>> Julieta Venegas feat. Bajo Fondo – Pa‘ bailar!
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Musikalisch gesehen, ist international abwechslungsreicher

Mai 28, 2012

Guten Morgen meine Lieben,

neben mir steht die erste Tasse Kaffee des Tages und es wird wohl nicht bei einer bleiben (hihi, was für eine Phrase; Ich liebe dieses abgewetzte Stilmittel!). Gestern war genug Zeit, sich vom Eurovision Song Contest (und der vielen vielen Bowle aus dem Kupferkessel) zu erholen. Meine Favoritin Soluna Samay aus Dänemark war bestimmt ganz traurig. Ich hatte alles gegeben und 2x für sie angerufen. Hätte sie auch so einen flatternden Gaultier-Fummel angehabt, wie die Französin wäre sie garantiert weiter vorn gewesen. Im übrigen war ich die einzige in unseren Zuschauergruppe, die sich für den französischen Beitrag begeistern konnte. Wer war eigentlich nochmal die, mit der Riesennudel im Ausschnitt? Ich muss mal nochmal recherchieren. Wie Björk irgendwie, so ein „Gschroah“…
Wie auch immer, schade für die kleine Süße mit Kapitänsmütze. So hat halt die Tuss‘ von MC Hammer gewonnen 😉

Ich bin natürlich schon wach, weil ich gleich (also wirklich in unmittelbarer Zukunft) weiter an meiner Internationalisierungsstrategie für China schreibe. Falls jemand ein paar gute Buchtipps hat, wie man eine industrielle Anlage zu einer gescheiten Marktdurchdringung in Emerging Markets führt, dann immer her damit! Ich meine das ernst! (Internationalisierungsstrategie wäre auch ein super Passwort, gell? Ist so lang…) Selbstverständlich werden bei mir Quellen auch immer sauber dokumentiert. Da wird nicht gehudelt und geschlampert!

Bis bald,
euer Internationalisierungmädchen

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Just listening:
>> Soluna Samay – Should’ve Known Better
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Fetishizing the exotic

Mai 27, 2012

Hallo meine Lieben,

es gab vor einiger Zeit ein wunderschönes Plakat am Stuttgarter Bahnhof, dessen exquisit herausgearbeitete Botschaft ich gerne mit euch teilen möchte:


Schön, oder?

Heute habe ich übrigens einen freien Tag. Kein Büro, keine Seminararbeit. Wahrscheinlich nehme ich mir gleich ein Glas meiner extra importierten Dulce de Leche und löffle einen Tagesbedarf Kalorien milde lächelnd in mich hinein.
Die passende Musik für diesen breathtaking Genuß läuft schon ((mit Sonnenschein) permanent in meinem Kopf).

Bis bald,
euer Ambitionsmädchen

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Just listening:
>> France Gall – Musique
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Per Anhalter durch das Studium

Mai 26, 2012

Hallo meine Lieben,

ich bin wieder zurück! Ganz ehrlich und ohne Schmuh. Ach, wenn ihr wüsstet, was alles passiert ist in den letzten zwei Jahren! Ambitioniert wie ich bin, wollte ich möglichst schnell schlau werden und studiere nochmal was tolles oben drauf dazu gleichzeitig und hab total vergessen, dass ich dann gar keine Zeit mehr zum Schreiben haben würde. Zumindest nicht für die Art von Schreiben, die ich wollte. Das hätte ich doch vorher wissen müssen. Zur Veranschaulichung möchte ich meinen Schreibtisch mal zeigen.

Schlimme Berge an Papier und Büchern, die keiner freiwillig liest (ganz im Gegensatz zu dem, was ich mir gerade zum Genuß und für die S-Bahn gegönnt habe: Alle 5(/6) Bücher der Reihe „The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy“. (Je nachdem, ob man den letzten Teil von Eoin Colfer auch noch dazuzählt, sind es also entweder 5 oder 6 Teile. Das muss man nur wissen.) Ich kannte natürlich(!) bereits den ersten Teil, den ich -und das sage ich nicht ganz ohne Stolz- bereits in der 9. Klasse (!!!) als Buchvorstellung für den Deutschunterricht gelesen habe (Danke! Danke! Danke Herr Guhde!). Die nachfolgenden Teile haben mir immer irgendwie gefehlt in meinem Leben…).
Ja, wo war ich stehngeblieben? Genau, das Schreiben. Ich hatte irgendwann auch ganz arge Zweifel, weil ich dachte ich „bring’s nicht mehr“. Gute Unterhaltung! Mehr wollt‘ ich nie machen. Wörter-Chocolatier sein. Dann war die Muse weg. Jetzt machen wir’s einfach so, dass ich euch in der letzten Etappe dieses furchtbar zeitfressenden Studiums mitnehme. Mal schaun was passiert.

Noch immer,
euer Ambitionsmädchen

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Just listening:
>> Die Ärzte – M&F
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