Wo tu‘ ich sie nur hin?

Hallo meine Lieben,

da stand sie, meine Überzeugung. Felsenfest, brandungsfelsenfest! Und jetzt bröckelt, nein implodiert sie regelrecht. Stattdessen umnebelt mich die Unsicherheit, sobald ich  öffentliche Verkehrsmittel betrete. Beobachtet mich jemand?
Es war vergangenes Wochenende. Ich fuhr abends mit der U-Bahn nachhause und war dankbar um der kurzweiligen Unterhaltung durch meine Zeitung in den Händen. Und -diese Info halte ich noch für wichtig- es handelte sich hierbei um eine sehr populäre „Süddeutsche“ Zeitung und keineswegs um ein marktschreierisches Billigblättchen mit Titelblatt-Titten (Pardon!).
Wie auch immer, meine Haltestelle und die letzte Seite (vor dem oberlangweiligem Sportteil) näherten sich parallel. Ich faltete sie noch ein letztes Mal sorgfälltig zusammen und legte sie neben mir ab. Auf diese Weise, kann der nächste Fahrgast auch noch drin lesen. Das habe ich mir so angewöhnt und ich dachte bisher, der Gemeinschaft einen uneigennützigen Gefallen zu tun. Zumindest ich freue mich immer, wenn ich während den oft so inhaltsleeren Fahren mit der VVS etwas zum Lesen auf einem der Sitze entdecke. Für mich ist das adhoc Weiterverwertung und ein einfacher Beitrag (für alle die es möchten) zu kostenloser Information, ja wenn nicht sogar Bildung.
Der U-Bahn-Führer sah das nicht so. Ich lief gerade noch (selbstzufrieden dank Selbstlosigkeit) an der noch stehenden U-Bahn vorbei, als er mich aus seiner Kabine heraus anschnautzte, ich sollte gefälligst nächstes mal meinen Restmüll mitnehmen. Ich glaube vor Schreck habe ich einen kleinen Satz zur Seite gemacht. „Die kann noch jemand lesen!“ verteidigte ich mich, mehr überrumpelt als souverän und eilte davon.

Doch es lässt mich nicht los. Wo tu‘ ich sie denn nun hin, meine Zeitung in der Bahn? Liebe Leser, was würdet ihr machen? Ich brauche einen Kompass (made in political correctness country), um aus meinem Dilema herauszufinden…

Bis bald,
euer Altpapiermädchen

Advertisements

2 Antworten to “Wo tu‘ ich sie nur hin?”

  1. Zorro Says:

    Guten Abend Ambitionsmädchen.
    Also ich hab einmal eine Zeitschrift über Österreich speziell Wien gefunden und hab mich voll gefreut, weil es mich auch interessiert hat!
    Vielleicht ist das jetzt der subjektive Teil, worin sich der Empfänger freut oder stört..? Und zum U-Bahn-Fahrer.. naja, man kann es halt nicht jedem recht machen. So ist das Leben, hart und ungerecht! 😉
    Schlaf gut!

  2. ambitionsmaedchen Says:

    ich meine, wenn’s ein weich geschmolzener, abgebissener schokoriegel gewesen wäre…. dann hätt ich’s ja verstanden. aber es war die „zeit“?!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: