Training Tag 5 und 6

Hallo meine Lieben,

meine Freizeit besteht nur noch aus Wettkampfvorbereitung… also… in Teilen wenigsten… 😉

Montag – Streckenverlauf
Ich blicke nach dem Büro traurig aus der S-Bahn in den Regen. Wie soll ich so meinen Körper stählen? Um neun Uhr abends hört es schließlich auf und ich schlüpfe sofort in mein AmbitionsMarathonMädchen-Superhero-Kostüm, bzw. meine Radlhosen und düse los in den Park. Die 9 Kilometerstrecke des LebenSlaufs (davon sind die 5, die ich laufen werde ein Teilabschnitt) schaffe ich spielend mit dem Fahrrad. Gut, nun bin ich also mit der Route vertraut, kann jede Kurve optimal anlaufen und habe nebenbei auch noch etwas für meine Ausdauer getan.

Dienstag – Der Probelauf
Ich verabrede mich mit Frau A.H., sie ist nicht nur eine alte Freundin, sondern eine (-in meiner Wahrnehmung- keine physischen Grenzen kennende) Thriatletin. Sie kündigt noch eine weitere Jogging-Kollegin mit an. In Erwartung beträchtlichen Fahrtwindes und der Gefahr mich dadurch zu unterkühlen ziehe ich noch eine Jacke drüber.
Überraschenderweise sind die beiden Ladies nicht so gut vorbereitet wie ich: sie kommen ohne Proviant. Ich rätsle, ob sie vielleicht auch einfach nicht Durst kriegen werden, weil ihre Körper schon an Entbehrungen gewohnt sind? Außerdem haben sie coole Laufhosen an, mit meiner ausgeleiherten Jogginghose habe ich zumindest optisch schon mal gleich am Anfang „abgeloost“.
Wir fahren mit der S-Bahn (und gottseidank nicht laufen) zum Park. Gleich nach dem Eingang aus Unterführung des Stuttgarter Hauptbahnhofs geht es los. Ganz langsam beschleunigen sich unsere Schritte zu gemächlichen Jogging-Hopsern, vorbei an einem Penner mit Gitarre und jede Menge Punks mit Bierflaschen in der Hand. Als wir den kleinen Eiswagen unter der Brücke passieren, sind wir schon auf (gefühltem) Full-Speed. Mein Körper hitzt sich unter der Jacke brisant schnell auf. Meine Atemtechnik fällt den Profis sofort auf; vielleicht weil sie so laut ist. Leider wird sie nur belächelt und ich kriege den Tipp, einfach so zu atmen wie ich will. Am besten wäre sowieso, über irgendetwas locker zu plaudern. So kommt es, dass ich den beiden mangels besserer Inspiration von meinen neuen Schuhen erzähle.
Wir erreichen das Café Nil und ich frage, ob wir schon die Hälfte hinter uns haben. „Naja… eher so einen Kilometer“ „Was, es fehlt nur noch 1 Kilometer?“ „Nein, wir sind erst einen gelaufen“ „…oh…“

Ich binde mir die Jacke um, mir ist jetzt schon zu heiß. Außerdem ist mir ein bisschen schlecht. Müsli und Breze ist definitiv keine gute Idee unmittelbar vor dem Laufen. Wir sind schon länger als 10 Minuten unterwegs und mein Kreislauf ist noch nicht kollabiert. Das gestrige Ausdauertraining hat sich wohl schon bezahlt gemacht. Wir laufen stoisch weiter.
„Was macht man denn, wenn man Seitenstechen bekommt?“ „Atme einfach aus, ganz lange! So lange, bis Du schon nicht mehr kannst“ „Und das hilft?“ „Genau und dann trete auf das Bein auf der Seite wo es weh tut einfach fester auf“ Auf einmal fängt meine Laufkomparsin an, betont auf ihr rechtes Bein zu springen. Meinen skeptischen Blick kommentiert sie mit: „In 90% geht es damit wieder weg“.
Wir schaffen tatsächlich (fast) die komplette Strecke. Großer Erfolgsmoment, weil ich (außer einer nicht aufzuschiebenden, aber kaum erwähnenswerten Pipi-Pause im Nil) durchgelaufen bin.

Heute kann ich keine Treppe mehr laufen, doch mein Training wird natürlich unbeirrt fortgesetzt.

Euch einen tollen Abend,
euer Ambitionsmädchen

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Eine Antwort to “Training Tag 5 und 6”

  1. Zorro Says:

    du bist soooo lustig und musst nicht mal was erfinden! – Müsli und Breze, Fullspeed und „..oh..“ – 😀

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