Archive for Juli 2009

Ich will Kuh-Kuscheln

Juli 31, 2009

Hallo meine Lieben,

hui, war’s hier aber still. Nach meinem Lauf habe ich mich erst mal auf meinen Sport-Lorbeeren ausgeruht und mich stattdessen wieder voll auf die Arbeit gestürzt. Außerdem treffe ich mich mit allen Freunden, die ich während meiner harten Trainingsetappe so sträflich vernachlässigt habe. Einen Teil von Ihnen treffe ich mit Sicherheit schon morgen wieder, denn schließlich startet die Regenbogen-Community in die 5. Jahreszeit.

Während Frau Kittyhunter immer noch nicht weiß, wie die Kleider-Selektion ausfallen wird, genehmige ich mir noch einen neuen Haarschnitt („Aber nur die Spitzen, gell?!“) und lasse mich ansonsten von meiner Outfit-Entscheidung morgen spontan überraschen.  😉

Was kann ich euch sonst noch berichten? Ich habe seit kurzem morgens und abends immer sehr viel Zeit zum Zeitung lesen in der S-Bahn. Es ist schon ziemlich lange her, dass ich zwei Ausgaben der „Zeit“ innerhalb einer Woche durch hatte. Das schaffe ich sonst nur im Urlaub 😉

Besonders gefallen hat mir bei der Letzten übrigens ein Artikel über den bayerischen Bauernhof, der eine Marktlücke geschaffen und sie sogleich auch gefüllt hat: Kuh-Kuscheln.

Am Sonntag bin ich in der schwäbischen Pampa unterwegs. Sollten wir an einer Herde Milchkühe vorbeikommen, klettere ich einfach über den Elektrozaun und schmuse mich mit vollem Körpereinsatz an eine dran. Und dann schauen wir beide mit großen treuen Augen in die Kamera und lassen uns fotografieren. Wir machen eine ganze Fotoserie…

#1) Eine idyllische Wiese irgendwo zwischen Stuttgart und Crailsheim.
#2) Ambitionsmädchen springt (! ganz cool) über den Zaun.
#3) Ambitionsmädchen geht langsam auf eine Herde zu.
#4) Herde zieht sich zaghaft zurück.
#5) Ambitionsmädchen geht ein bisschen schneller.
#6) Herde läuft jetzt.
#7) Ambitionsmädchen ruft (unbeirrt) der Herde nach.
#8) Herde drängt sich in eine Ecke der Weide.
#9) Ambitionsmädchen umarmt liebevoll eine zitternde Kuh.
#10) Ambitionsmädchen küsst die Kuh zärtlich auf die Stirnlocke (rechts oben im Bild erkennt man die Spitzen zwei noch entfernte Hörner).
#11) Ambititionsmädchen (mit großen treuen Augen) und Kuh (mit großen scheuen Augen) gucken in die Kamera (oben rechts sind jetzt deutlich sehr große Hörner zu erkennen).
#12) Ambitionsmädchen und Kuh drehen den Kopf nach rechts.
#13 – #24) Gras in Makroaufnahme.

So oder so ähnlich… 🙂

Euch ein schönes Wochenende!

Euer Ambitionsmädchen

37:00:64

Juli 20, 2009

Hallo meine Lieben,

es ist geschafft! Mein durchdachtes Trainingsprogramm und die Regenerationspause die letzten drei Tage haben sich bezahlt gemacht! Von Null auf durchschnittlich 8 km/h in einer Woche! 😀
In oben genannter sensationeller Zeit, habe ich gestern dafür gesorgt, dass die Welt den Atem anhält und der LebenSlauf zu noch ein bisschen mehr Glanz und Glorie kommt.

Ich bin sehr stolz auf mich! Und dass mich die 9 Kilometerläufer auf halber Strecke schon überholt haben, prasselt an mir ganz damenhaft ab. Nächstes Jahr werd ich selber einer von denen sein 😉

(Klick‘ mich sagt das Bild!)

Wie findet ihr meine neuen Schuhe? 🙂

Bis bald,
euer Powermädchen

Training Tag 5 und 6

Juli 15, 2009

Hallo meine Lieben,

meine Freizeit besteht nur noch aus Wettkampfvorbereitung… also… in Teilen wenigsten… 😉

Montag – Streckenverlauf
Ich blicke nach dem Büro traurig aus der S-Bahn in den Regen. Wie soll ich so meinen Körper stählen? Um neun Uhr abends hört es schließlich auf und ich schlüpfe sofort in mein AmbitionsMarathonMädchen-Superhero-Kostüm, bzw. meine Radlhosen und düse los in den Park. Die 9 Kilometerstrecke des LebenSlaufs (davon sind die 5, die ich laufen werde ein Teilabschnitt) schaffe ich spielend mit dem Fahrrad. Gut, nun bin ich also mit der Route vertraut, kann jede Kurve optimal anlaufen und habe nebenbei auch noch etwas für meine Ausdauer getan.

Dienstag – Der Probelauf
Ich verabrede mich mit Frau A.H., sie ist nicht nur eine alte Freundin, sondern eine (-in meiner Wahrnehmung- keine physischen Grenzen kennende) Thriatletin. Sie kündigt noch eine weitere Jogging-Kollegin mit an. In Erwartung beträchtlichen Fahrtwindes und der Gefahr mich dadurch zu unterkühlen ziehe ich noch eine Jacke drüber.
Überraschenderweise sind die beiden Ladies nicht so gut vorbereitet wie ich: sie kommen ohne Proviant. Ich rätsle, ob sie vielleicht auch einfach nicht Durst kriegen werden, weil ihre Körper schon an Entbehrungen gewohnt sind? Außerdem haben sie coole Laufhosen an, mit meiner ausgeleiherten Jogginghose habe ich zumindest optisch schon mal gleich am Anfang „abgeloost“.
Wir fahren mit der S-Bahn (und gottseidank nicht laufen) zum Park. Gleich nach dem Eingang aus Unterführung des Stuttgarter Hauptbahnhofs geht es los. Ganz langsam beschleunigen sich unsere Schritte zu gemächlichen Jogging-Hopsern, vorbei an einem Penner mit Gitarre und jede Menge Punks mit Bierflaschen in der Hand. Als wir den kleinen Eiswagen unter der Brücke passieren, sind wir schon auf (gefühltem) Full-Speed. Mein Körper hitzt sich unter der Jacke brisant schnell auf. Meine Atemtechnik fällt den Profis sofort auf; vielleicht weil sie so laut ist. Leider wird sie nur belächelt und ich kriege den Tipp, einfach so zu atmen wie ich will. Am besten wäre sowieso, über irgendetwas locker zu plaudern. So kommt es, dass ich den beiden mangels besserer Inspiration von meinen neuen Schuhen erzähle.
Wir erreichen das Café Nil und ich frage, ob wir schon die Hälfte hinter uns haben. „Naja… eher so einen Kilometer“ „Was, es fehlt nur noch 1 Kilometer?“ „Nein, wir sind erst einen gelaufen“ „…oh…“

Ich binde mir die Jacke um, mir ist jetzt schon zu heiß. Außerdem ist mir ein bisschen schlecht. Müsli und Breze ist definitiv keine gute Idee unmittelbar vor dem Laufen. Wir sind schon länger als 10 Minuten unterwegs und mein Kreislauf ist noch nicht kollabiert. Das gestrige Ausdauertraining hat sich wohl schon bezahlt gemacht. Wir laufen stoisch weiter.
„Was macht man denn, wenn man Seitenstechen bekommt?“ „Atme einfach aus, ganz lange! So lange, bis Du schon nicht mehr kannst“ „Und das hilft?“ „Genau und dann trete auf das Bein auf der Seite wo es weh tut einfach fester auf“ Auf einmal fängt meine Laufkomparsin an, betont auf ihr rechtes Bein zu springen. Meinen skeptischen Blick kommentiert sie mit: „In 90% geht es damit wieder weg“.
Wir schaffen tatsächlich (fast) die komplette Strecke. Großer Erfolgsmoment, weil ich (außer einer nicht aufzuschiebenden, aber kaum erwähnenswerten Pipi-Pause im Nil) durchgelaufen bin.

Heute kann ich keine Treppe mehr laufen, doch mein Training wird natürlich unbeirrt fortgesetzt.

Euch einen tollen Abend,
euer Ambitionsmädchen

Zingaros in Köln

Juli 13, 2009

Hallo zusammen,

heute vor dem Schlafengehen noch schnell ein Bild vom Konzert:

Sind sie nicht süß? Es war wirklich toll.

Und noch einen Link auf ein fantastisches Lied über Tiger(innen):

Euch eine gute Nacht! 🙂
Euer Ambitionsmädchen

Training Tag 3 und 4

Juli 13, 2009

Hallo meine Lieben,

am Freitag habe ich noch eine unfreiwillige Intensiv-Trainingseinheit dazwischengeschoben. Nicht mit Trolly, aber mit einem 60 Liter Rucksack am Rücken bin ich -einfach so ganz ohne Grund- wie eine Geisteskranke von der U-Bahn am Hauptbahnhof bis zum Gleis die Treppen hochgelaufen. Den vorbereitenden Adrenalin-Schub hatte ich schon während der Fahrt, als ich feststellte, daß ich genau 2 Minuten zwischen Ankunft der U-Bahn und Abfahrt meines ICE’s haben würde. Man muss dazu sagen, dass ich für Spontan-Sprints nicht die optimale Bekleidung an hatte.

An halbstarken Hip-Hoppern auf der Rolltreppe durchquetschen, fast einer Oma ein noch vorzeitigeres Ableben beschehrt und an der Polizeistreife lächelnd vorbei in der Hoffnung sie sehen in mir dann keinen Ladendieb.
Ich habe es natürlich rechtzeitig geschafft. Und dieser Sprint war eine sehr wichtige Erfahrung, zeigte er mir doch schon nach der ersten(!) Treppe, wann mein Körper (und mein Deo) sein Performance-Limit erreicht. Schnapp-Atmung, Japsen nach Sauerstoff, Dackel-Hecheln, Kampf mit dem Kreislaufkollaps, Überleben. Wow! Was habe ich da nicht noch alles an Verbesserungspotential! Ich bin so froh, daß ich mich vor lauter Grenzerfahrung nicht vor den einfahrenden Zug auf die Gleise übergeben musste.

Tags darauf war meine sportliche Jammer-Leistung schon erfolgreich verdrängt. Früh morgens war ich bereits im angrenzenden Wald joggen. Ich habe mir die 3-1 Minutenregelung von Frau Junkie zu Herzen genommen und mir erlaubt, daraus eine 1-3 Technik abzuleiten. Damit habe ich die 20 Minuten fast spielend hinter mich gebracht. Meine neuen Schuhe sehen jetzt auch schon ein bisschen benutzt aus, das ist gut. Man soll ja nicht gleich auf den ersten Blick erkennen, daß da eine Couch-Potato mit seinem allerersten Paar Sportschuhe an den Start geht.

Sonntag habe ich den Tipp von Frau Kittyhunter ausprobiert. Ihr seht, ich bin offen für alle Profi-Tricks und -Kniffe 😉

Das Konzert war übrigens toll (wie bisher jedes Mal)! Bildmaterial lasse ich noch folgen.

Mental bin ich schon wieder bei der heutigen Zentralmahlzeit. Eiweiß und Eisen steht auf dem Essensplan: Rinder-Frikadellen… also „Fleischpflanzerl“ wie der Bayer so schön sagt 😉

Bis bald,
euer Ambitionsmädchen


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