Von Zwirbelbärten und Engeln

Hallo meine Lieben,

wenn die Inder mit dem Kopf wackeln, wie Schlupp vom grünen Stern aus der Augsburger Puppenkiste (Muss ich das jetzt verlinken? OK, einfach so ohne Grund >> hier der Link) …also nochmal: Wenn die Inder mit dem Kopf wackeln wie Schlupp vom grünen Stern, dann heißt das „ja“. Ich sage euch: es ist verdammt schwer, es von einem europäischen Kopfwackeln alá „hhhhh…naja… ich weiß auch nicht“, bzw. einem „hhhhnnnnnnnnnnn… nein?“ zu unterscheiden. Ich erinnere mich dazu an einen nicht zu klärenden Diaglog mit einem Taxifahrer, der mich irgendwann soweit brachte ihn (schon leicht schrill) anzubetteln: „SAY YES! OR NO!“ ….Kopfwackeln.

Gestern war ich bei einem Kundentermin. Unser Kunde ist ein deutsches Unternehmen und dementsprechend waren die Ansprechpartner auch zwei Deutsche. Mein indischer Kollege hatte im Auto noch scherzhaft den Zwirbelbart nachgeahmt und tatsächlich, uns begrüßt die Reinkarnation von Kaiser Wilhelm II. Durch meinen Kopf läuft sofort unweigerlich ein preußischer Spielmanns-Zug. Wir stellen uns alle höflich vor und es geht zügig ans Thema: das Layout für eine Industrie-Anlage. Eine gute halbe Stunde unterdrücke ich wenig erfolgreich die Marschmusik, wenn ich die beiden Herren vor mir anschaue. Dann passiert es. Des Kaisers Handy fängt zuerst an zu vibrieren und dann setzt es ein. Es ist das Intro eines fast vergessenen Liedes… nichts anderes als das düstere Pfeifen von… >> Rammstein’s „Engel“!
Als er nicht rangeht und wir kurz vor dem Schlagzeugeinsatz sind kann ich mein Grinsen nicht mehr verkneifen. Aus dem Augenwinkel sehe ich, wie der Blick seines Kollegen zu mir wandert. Ich halte mir schnell die Hand vor den Mund als würde ich nachdenken und zwinge mich nicht zu prusten! Mir steigt das Wasser in die Augen. Sorry, fast verlässt mich meine Professionalität.

Die Marschmusik ist für den Rest des Tages Vergangenheit. Als wir zwei Stunden später die Pforte passieren und zum Auto gehen pfeife ich schon längst eine andere Melodie. 🙂

Manche Dinge ändern sich… aber wir Deutschen werden wohl noch eine ganze Weile die Preußen in dieser Welt bleiben. 🙂

Bis bald,
euer Ambitionsmädchen

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Eine Antwort to “Von Zwirbelbärten und Engeln”

  1. Zorro Says:

    Nicht zum Frühstück auch nicht zum Mittagessen, diesmal die Bettgeschichte!
    😀

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