Archive for Dezember 2008

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Dezember 31, 2008

Hallo meine Lieben,

ein bisschen traurig bin ich schon, all meine deutschen Heuchelfreunde schon so lange nicht mehr gesehen zu haben und überhaupt(!) würde ich jedem gerne (nicht ohne Stolz) mein Leben hier zeigen.

Hinter mir liegt ein tolles und aufregendes Jahr. Meiner Familie geht es gut und sie wächst stetig 😉 Ich habe eine smarte Frau an meiner Seite und in einem fremden Land neue Freunde gefunden.
… es hätte nicht besser sein können.

Euch allen einen guten Rutsch, viel Glück (weil man das immer brauchen kann) und dass euch der Mut für die großen und kleinen Dinge nicht ausgeht.

Dankbar für jede helfende Hand, die man mir reichte und zusammen mit einer „enormen Umarmung“ (un abrazo enorme) verabschiede ich mich von euch und aus diesem Jahr, freue mich auf das nächste und … auch auf zuhause… 🙂

Es wünscht euch was,
das Ambitionsmädchen

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Just listening:
Hoku – Perfect Day
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La reina (= die Königin)

Dezember 29, 2008

Hallo ihr findigen Ratefüchse,

na, wenn hält es schon nicht mehr auf den Sitzen? Wer hat schon das dringende Bedürfnis mit den Fingern zu schnipsen und die Antwort zu verraten???

Wer nicht weiß worum es geht, der möge zuvor erst den vorherigen Eintrag dieses Blogs lesen (los! hopp hopp!), bevor er hier weiter liest.

Also gut, in Wirklichkeit halt ich es ja selber schon nicht mehr aus, die Lösung zu verraten! 😉

Die Antwort lautet wie folgt:
Bei der gezeigten Dame handelt es sich um >> Mirtha Legrand. Sie hat einen eigenen Mittags-Talk im argentinischen TV; außerdem eine Zwillingsschwester. Sie sehen sich allerdings nicht mehr (so ganz) ähnlich. Und nun zum spannenden Teil. Ihr Geburtstag ist der 23 Februar 1927, d.h. sie ist 81 Jahre alt. 😀 Gut gehalten die Dame oder? Und sei es auch von jeder Menge Klammern hinter den Ohren 😉 Wer’s nicht glaubt der möge die >> Google-Bildersuche nutzen und staunen staunen staunen 😀

Am nächsten an der Lösung lag somit auch der St.Pauli-Kater!
¡Felicidades! 😀

Bis bald,

euer Ambitionsmädchen

Quiz-Time!

Dezember 26, 2008

Hallo meine Lieben,

Langeweile beim Familien-Feiertags-Festmal-Futtern? Hier kommt Abhilfe aus der Ferne! Ein lustiges Quiz für Jung und Alt!

Die Frage ist ganz einfach und könnte -ich weiß- unhöflicher nicht sein: Wie alt ist diese Frau?

Postet eure Vorschläge einfach als Kommentar oder per E-Mail an die rechts genannte Adresse. Dem Gewinner bringe ich was aus Argentinien mit. 🙂

Damit es nicht zu simpel ist, sei der Name nicht verraten. „Gegoogelt“ hat sich’s ja immer gleich 😉 Nur soviel, es ist eine sehr bekannte argentinische TV-Queen. Die Auflösung gibt’s am Montag.

Bis dahin fröhliches Raten! 😉

Euer Ambitionsmädchen

Schöne Bescherung

Dezember 23, 2008

Hallo meine Lieben,

geplant war ein Wochenende in „Cerro Colorado“ ganz nach Manier des vorherigen. Hat leider nicht so ganz geklappt. Ich sag jetzt einfach mal nur „Chames“ und „Motorüberhitzung“ … ich hab ihn geschoben … 3 Kilometer … bei 40°C … mit Flip-Flops… jetzt möchte ich nicht mehr weiter darüber sprechen denn:

Morgen ist Heilig Abend („Buena Noche“) und da ich wahrscheinlich wieder bei Grillenzirpen-Flimmerhitze in totaler Abgeschiedenheit meinen Taint verbessere und somit nicht zeitnah schreiben kann, kommen meine Glückwünsche schon etwas früher.

Ich wünsche euch allen ein beschauliches Weihnachten!
(Und mir, dass es wenigstens im nächsten Jahr mit der Bikinifigur klappt (auch wenn’s Vorteile hat, weil’s beim Stolpern nicht so weh tut))

Trinkt einen Glühwein für mich mit 😉 Ob hier auch Weihnachtsstimmung herrscht? Naja, will sich nicht so recht einstellen dieses Jahr… ich sehe nur ein bisschen aus wie ein Rentier: Körper braun, Nase rot und Beine nicht so dünn, aber so haar… ach lassen wir das! 😉

Ich werd bei jedem Schluck eiskalten >> „Tereré“ an euch denken und mir vorstellen die Sonnencreme ist kühler Schnee… 😀

¡FELIZ NAVIDAD! 😀

Euer Ambitionsmädchen

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Just listening:
Jose Feliciano – Feliz Navidad
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Santa Catalina (Teil 3)

Dezember 19, 2008

Hallo meine Lieben,

hier ist er, der Abschluss meiner Geschichte. Diesmal zusammen mit Fotos.  Die beiden vorigen Einträge sind jetzt ebenfalls mit Bildmaterial geschmückt.  Schaut also ruhig nochmal rein… 😉

Nun also der letzte Teil:
Eigentlich will ich gar nicht weg und das passiert mir auf Friedhöfen wirklich höchst selten. Wir fahren zurück zur „nächstgrößeren“ Kreuzung und folgen der „Straße“ diesmal weiter gerade aus. Keine 10 Minuten später sind wir schließlich da. Wir kommen auf dem Dorfplatz an.
Unmittelbar vor uns steht sie, die „Estancia de Santa Catalina“. Eine alte Jesuiten-Kirche aus dem Jahr 1622. Die Homepage dazu findet ihr >> hier. (Die Seite ist zwar auf Spanisch, allerdings befinden sich im unteren Teil der Seite eine Bildergalerie und die sagen ja bekanntlich mehr als Worte.)

Ich muss mich immer wieder selbst daran erinnern, dass wir uns weit abseits jeglichen „normalen Lebens“ befinden. Die wenigen Gebäude um den Dorfplatz kann man an zwei Händen abzählen. Auf der einen Seite ein versteckter Zugang zu einer Bar und direkt daneben ein etwa 100 Meter langer Block einzelner winziger Steinhäuser. Aus einem von Ihnen begutachtet uns eine altersgebeugte Oma skeptisch während wir mit dem Auto passieren.

Auf der anderen Seite ein Souvenierladen, eine Poststation, eine Polizeiwache und eine Schule. Weiter nichts. Wie viele Leute denn hier wohnen, frage ich Carolina.  Sehr sehr wenige sagt sie und ich glaube ihr sofort. Vor der Steinmauer biegt die Straße nach links ab. Wir folgen ihr, kommen an der Rückseite der Kirche vorbei und fahren wieder weiter geradeaus auf staubiger Strecke, weiter in noch mehr Einsamkeit.

Die Schlaglöcher werden immer grober, die Kurven zahlreicher. Der Weg gesäumt von hohen Hecken. Wir durchfahren noch ein letztes kleines Dorf (sogar mit Kiosk),  überqueren eine kleine Steinbrücke und sind gut 2 Kilometer weiter endlich da.

Mitten auf einer kleinen Lichtung in einem Waldstück liegt das Landhaus. Das Anwesen hat eine herrliche Lage am Hang, umgeben von Wiese und am Grundstück vorbei, führt ein Fluß, wie ich kurz darauf merken werde. Als wir um das Haus herumfahren, laufen plötzlich zwei Pferde neben uns her. Eigentlich fehlt nur noch die Titelmusik von „Falcon Crest“ im Hintergrund und der Kitsch ist perfekt. Unglaublich!

Die Pferde können sich das ganze Jahr über in dem umzäunten Areal frei bewegen erklärt mir die Anwältin. Das bedeutet auch, dass sie auf die Veranda gehen und dort schlafen. Sehr zum Ärgernis ihres Cousins, fügt sie noch beiläufig hinzu.

Wir parken an der Rückseite, packen die Sachen aus dem Auto und schon beim ersten Schritt auf die gemauerte Veranda stoße ich mir den Kopf an der niedrigen Überdachung. Es soll das erste von fünf weiteren Malen an diesem Wochenende sein. Das Haus liegt vollkommen abgeschnitten. Es gibt (meistens) Strom und fließend Wasser; sonst nichts („sonst“ schließt Handyempfang selbstverständlich mit ein).

Schon beim Eintreten kommt einem ein angenehmer Modergeruch entgegen: eine Mischung aus Leder, Kohle, Holz und altem Stein. Alte massive Holzmöbel die Wände liebevoll geschmückt: fantasievolle bunte Bilder, direkt neben Pferdegeschirr, Pfannen aus anderen Zeiten und getrocknetem Gras. Teils verblichene Schwarzweiß-Fotografien und viele viele Heiligenbilder und -symbole. Wir sind eben in Argentinien.

Ich bringe meine Sachen in eines der vier Schlafzimmer (jedes jeweils eigenem Bad. Sapperlott!). Wie überall im Haus, sind auch hier Steinplatten als Bodenbelag verlegt. In diesem Zimmer sind sie rot. Zwei Betten stehen dort (selbstverständlich sittlich getrennt eines an jeder Wand) und dazwischen eine Holztruhe mit Metallbeschlägen. Außerdem gibt es einen Schreibtisch, einen knallroten alten Spiegel mit unzähligen blinden Stellen und schließlich eine Mauernische, die als Kleiderschrank dient. Auch hier dekadenalte Dekorationen an den Wänden und in den Mauerecken. So langsam beginne ich zu begreifen, was es heißt einer alten Aristokratenfamilie zu entstammen.

Wir verbringen das Wochenende -zusammen mit der Schwester der Anwältin und deren Freund- zu viert in dem alten Haus aus dem 17. Jahrhundert. Abends essen wir Asado auf der Terasse, trinken „Fernet con Coca“ und reden über Gott und die Welt. In der Dunkelheit außerhalb sehe ich zum ersten Mal seit meiner Kindheit wieder aberhunderte Glühwürmchen. Bis auf den Fluß und die Grillen ist es absolut still. Mir kommt alles unwirklich vor. Das es sich sehr wohl um meine Realität handelt, vermitteln mir die bestimmt(!) 235 Moskitos im Zimmer in der darauffolgenden Nacht auf ihre ganz eigene Weise. Außerdem bleibt mir kein anderer Schluß, als dass die Matraze ebenfalls aus einem anderen Jahrhundert (und ich meine nicht das 20igste!) stammen muss.

Am Sonntag baden wir an dem -und ich weiß, es klingt schnulzig- vollkommen einsamen Fluß. Das klare Wasser kommt direkt aus der Wildnis und lässt mich hoffen, dass höchstens die grasenden Kühe etwas flußaufwärts ein bisschen darin hinterlassen haben. Am späten Nachmittag fahren wir nochmal zur Estancia, also zur Kirche und werden prompt Zeugen eines Gottesdienstes, mit geschätzen 20 Teilnehmer. In diesem Fall heißt das, dass sich gerade das komplette Dorf versammelt, die einzig vorhanden drei Bankreihen sind nämlich voll. Ich habe viel Glück, denn alles weitere, was zur Kirche gehört, bleibt „normalen Touristen“ eigentlich vorenthalten. Der Familie der Antwält gehört allerdings ein Teil des gesamten Komplexes und so kommt es, dass wir uneingeschränkt Zutritt haben. Sie zeigt mir also den zugehörigen Konvent mit dem gigantischen Park hinter der Kirche. Hier stehen die verlassenen Unterkünfte der Nonnen, die einst hier lebten und -man höre und staune-, sie hatten sogar einen eigenen Swimmingpool.

Auffällig sind die vielen Furchen im Gras. Als ich genauer hinsehe, wird klar, dass es sich um hochfrequentierte Ameisenstrassen handelt. Als sie mir erzählt, dass hinter den alten Außenmauern des Grundstücks ein alter Indianerfriedhof vermutet wird, bin ich schon so begeistert, dass ich am liebsten rüberklettern und ihr über die Wahrscheinlichkeit dessen Bescheid geben würde.

Ich bin einfach hin und weg. Wir kehren ein letztes Mal zurück zum Anwesen, packen die Sachen und machen uns spät Abends auf den Heimweg. Was bleibt sind meine Fotos, die nur wenig von der wahren Atmosphäre übermitteln können und der Wunsch, noch einmal hierher zu kommen. Ich nehme auch in Kauf, dass man dieserorts nachts von Käfern bekrabbelt wird, die man in dieser Größe sonst nur aus B-Klasse-Horrorfilmen kennt.

Auf Wiedersehn Santa Catalina und
bis bald 🙂
euer Ambitionsmädchen


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