Archive for Dezember 2007

happy end

Dezember 30, 2007

Hallo meine Lieben,

morgen ist es nun also endlich vorbei, das Jahr 2007. Wurde auch höchste Zeit!
Traditionell tendieren die Menschen an Silvester ja gerne zu Überlegungen und Zusammenfassungen des sich neigenden Jahres. Und eigentlich bin ich da nicht so viel anders. Rückblickend waren die letzten 12 Monate von Umbruch, Veränderung und Unbeständigkeit geprägt. Das war mitunter sehr schmerzhaft.

Alles von Bedeutung begann im März: Als mich meine Freundin im Frühjahr verließ, fühlte ich mich lange wie K.O. geschlagen. Ich war mit den Konsequenzen meines Handels konfrontiert und trudelte ohnmächtig von einem Tag in den nächsten. So ging das bestimmt fünf Monate. Wie narkotisiert saß ich in den Vorlesungen, quälte mich durch die Prüfungen und war schließlich froh, es doch irgendwie geschafft zu haben. Die ganze Zeit über war ich gezwungen, das Leben das ich hier führe zu hinterfragen. Die Wohnung, dieser Ort, einfach alles: es war nicht mehr mein Zuhause. Ich wollte alles hinschmeißen, betäubte mich erst durch Parties und reichlich Alkohol, dann mit Affären. Es ist erstaunlich, wie sehr man dadurch innerlich abstumpft, vollkommen auskühlt. Den kompletten Sommer hindurch war ich total leer.

Erst der Urlaub mit meinem Freund schließlich brachte die längst nötige räumliche Distanz. Ich war froh, mit jemandem zu gehen, der mich nicht fragen würde, mich auf einem Felsen im spanischen Gebirge sitzen und einfach schweigen lassen kann. Einatmen, Ausatmen. Nicht denken müssen. Nur schauen, spüren dürfen. Drei Wochen lang.

Wieder zurück in Deutschland hatte der Herbst und das Wintersemester begonnen. Wenn ich mich morgens im Spiegel betrachtete wußte ich, so kann es nicht weitergehn. So kam es, dass ich mir einen zweiten Nebenjob suchte. Meinen ärgsten Feind kenne ich nämlich schon: Zeit ohne Ziel. Dann weiter: wenn ich das Studium hinwerfe, würde ich mir das irgendwann nicht verzeihen können. Es war doch einmal mein ganzer Traum gewesen. Auch schon lange, bevor ich meine Exfreundin kannte. Irgendwo unter diesem Trümmerhaufen in meinem Herzen hatte ich ihn tatsächlich dann noch gefunden. Er war total verstaubt, hatte an einer Ecke eine Beule und jede Menge Kratzer. Ich drehte ihn in meiner Hand, beäugte ihn kritisch von allen Seiten und stellte fest: ja, er ist es. Während andere Träume, Wünsche kaputt oder verloren gegangen sind, so ist der doch noch übrig. „Na gut“, dachte ich also, „um deinetwillen“. Ich machte mich daran, die Bewerbung für ein Auslandssemester zu schreiben und verordnete mir eine geordnete Lebensweise, ohne „emotionale Ablenkung“.

Pünktlich zum Jahresende kommt es mir nun vor, als würden die Dinge ganz langsam klarer. Wie Schneeflöckchen rieseln kleine innere und äußere Erkenntnisse auf mich ein. Irgendwann wird’s eine geschlossene Schneedecke sein und ich werde hoffentlich verstehen können. Bestimmt verstummt das Pochen des Schmerzes bis dahin auch endgültig ganz.

Ich freue mich auf 2008. Die Monate bis Argentinien möchte ich noch voll mit meinen neu gewonnenen und den alten Freunden auskosten. So viele Dinge, die mich erwarten. Es wird zum Beispiel großartig sein, wenn ich im Januar Tante werde. Ich bin jetzt schon stolz, obwohl es nun wirklich mein Bruder war, der entscheident beigetragen hat, nicht ich. 😉

Doch noch etwas: ganz unverhofft und ohne Zutun, trat eine Frau in mein Leben, die es tatsächlich geschafft hat, an mein Herz zu rühren. Sie ist ein Fuchs. Ob daraus was wird? Keine Ahnung 🙂 Ich bin noch damit beschäftigt mich über dieses kleine Blümchen zu freuen, das so tapfer aus den Trümmern wächst. Nur das zählt.

Viel Glück uns allen im nächsten Jahr! Davon kann man nie genug haben!

Euer Ambitionsmädchen

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Just listening:
Peter Cincotti – Goodbye Philadelphia
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Kompensierte Selbstgeiselung nach dem Vergessen

Dezember 26, 2007

Hallo ihr Lieben,

ich weiß nicht wie das passieren konnte! Die aktuelle TV-Spielfilm konfrontiert mich knallhart mit meinem persönlichen (also subjektiv als wirklich schlimm empfundenen) Weihnachtsdesaster: Sämtliche Wiederholungen von „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ wurden schon ausgestrahlt, ohne dass ich auch nur eine davon dieses Jahr gesehen hätte!

Meine Enttäuschung – nein, mein Schmerz! – ist so maßlos, dass ich einen weiteren derartig ausgeprägten Schicksalsschlag nicht noch einmal verkraften könnte! Ergo habe ich eben die DVD online bestellt und werde meine Freunde am Silvesterabend zwingen(!) sie mit mir anzuschaun 😉
Da wird uns allen ganz warm um’s Herz werden, so warm, dass selbst meines aus Eis aus den Augen zu tauen beginnt.

Fast hätte ich ja zur original tschechischen Version gegriffen. In der hätte beim Abspann sogar Karel Gott noch mitgesungen, in der deutschen läuft ja nur die Orchestermusik. Der Handlung hätte ich gewiss auch so, trotz der zu erwartenden sprachlichen Hürden, locker folgen können. Hach, wäre Libuše Šafránková doch nur 25 Jahre jünger… so ist halt die DVD statt ihrer selbst ein „Must have“ 😉

haselnuesse.jpg

Wer noch ein bisschen Zeit und Muse hat, dem sei – by the way – diese wunderbare Fanpage empfohlen:
>> http://www.dreihaselnuessefueraschenbroedel.de

Hier gibts jede Menge Material, um beim nächsten Aschenbrödel-DVD-Abend mit Backgroundwissen zu glänzen und unverständige Kitsch-Zwischenrufer durch dezente Hinweise auf den künstlerischen Anspruch in ihre wohlverdiente finstere Ecke zu verweisen.

Genießt die Zeit mit euren Lieben! 🙂

Euer Ambitionsmädchen

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Just listening:
Karel Svoboda – Drei Haselnüsse für Aschenbrödel
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Last Christmas

Dezember 23, 2007

Meine Lieben,

wir stellen uns bitte alle einen zirkusreifen Trommelwirbel vor! Heute habe ich erfahren, worauf ich nun schon seit zwei Wochen so herzklopfend warte. Aus raureifweißen Wäldern in der Oberpfalz schicke ich euch die Auflösung:

Ende November habe ich mich für ein Auslandssemester beworben. Heute habe ich erfahren, dass es geklappt hat und ich ab August nächsten Jahres für sechs Monate weggehe. Es geht nach Argentinien! 😀

(Amtssprache: Spanisch / Hauptstadt: Buenos Aires / Fläche: 2.766.890 km² / Einwohnerzahl: 40.302.000 / Bevölkerungsdichte: 14 Einw.p.qkm / Währung: Argentinischer Peso / Internet-TLD: .ar / Telefonvorwahl: ++54)

Ich freue mich („wie ein Schnitzel“ würde mein Bruder sagen und ich bekenne:) in unermesslicher Weise. Das akademische Auslandsamt hat mir damit ein sehr feines Weihnachtsgeschenk beschehrt. Gut dass ich noch ein frisches Päckchen Karteikärtchen zum Vokabellernen habe 😉 Wie aufregend: vorerst erlebe ich nun also mein last Christmas in Bayern.

raureifweiss.jpg

Vielleicht freut ihr euch mit mir, denn eins ist sicher: – auch wenn ich nicht von DE aus schreibe- selbstverständlich gibt’s jedes meiner Abenteuer in brühwarmer Schilderung wieder an dieser Stelle…

Ich wünsch euch was! 🙂

Euer Ambitionsmädchen

Godot

Dezember 11, 2007

Hallo ihr Lieben!

Es ist furchtbar! Ich habe keine… Geduld… Wer mich näher kennt, kann ein Lied davon singen. Wenn ich etwas haben will, dann muss es sofort(!) verfügbar, erreichbar, what ever sein. Alles andere wäre eine infame Unverschähmtheit!
Am Schlimmsten sind diese Situationen, in denen man gezwungen ist… einfach nur zu Warten. Warten beim >> Zahnarzt (wobei ich mir das ja noch immer versüßen kann 😉 ). Warten auf Briefe vom Bafög-Amt. Warten auf Godot. Warten darauf, dass etwas… passiert…

Nicht irgendwas natürlich! Geduldig sein und sehen „was sich entwickelt“. Ihr könnt das Passive rauslesen. Ein Wunder hat der Tisch noch keine Rillen, so wie ich dran kratze…

Warten auf’s Christkind… konnte ich auch noch nie…

Ich klär euch auf, wenn ich selber mehr weiß. Bis dahin werde ich (und müsst ihr leider) warten 😉

Euer Ambitionsmädchen

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Just listening:
Stimmen im Rechnerzentrum
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Dieser Eintrag wird Ihnen präsentiert von der DEKUMO

Dezember 9, 2007

Guten Morgen meine Lieben!

Heute bin ich zeitig dran, um allen Kurzentschlossenen noch ganz dringend ein schlechtes Gewissen einzureden sollte die Dekumo noch nicht auf Platz 1 der Tagesagenda stehn! Laßt die Omas und Tanten vor ihren Kuchentellerchen warten! Beim kalten Kaffee macht bekannterweise eh nur der Dampf schön und außerdem kommt ihr auf diese Weise garantiert noch zu einem schöngeistigen Mitbringsel. Ästhetisch anspruchsvolle Tellerchen und allerhand schicke Accessoires für jede Gelegenheiten gibts am Stand von >> Veronique Stohrer. Außerdem sind die von ihr ebenso angebotenen Muffins (by the way) ein Pläsier für Auge und(!) Gaumen. (Ich empfehle die großen mit den „putzigen“ orangen Zuckereierchen drauf 😉 ). Damit macht ihr die Verwandschaft glücklich!

dekumo02.jpg

Ich selbst bin gestern sowieso fündig geworden (das war ja so klar! 😉 ) und hab mich gleich mit Weihnachtsgeschenken eingedeckt. Nehmt bitte viel Bargeld mit und gebt es auf der Dekumo aus, bevor euch 500 Meter weiter fiese Weihnachtsmarkt-Taschendiebe erleichtern! Was ich eingekauft hab? Das kann ich doch jetzt nicht verraten! Psst! Sind doch Geschenke! Aber gerne geb ich euch ein paar Links von den Ständen, die mich nachhaltig inspiriert und mir besonders gut gefallen haben:
>> www.katrin-sonnleitner.com (die war eh so(!) süß! „Ich kauf gleich nochmal fünf Zecken!“ „Uih, ich hab auch Schafe wenn Du magst?!“ „Ja bitte, unbedingt!!!“)
>> www.schlauch-shop.com (endlich kann ich mit den Kaputten noch was anfangen)
>> www.fickshui.com (stylischer Zwirn)
>> www.fuchstaschen.de (könnte sich mein Freundeskreis bitte zusammentun und mir eine schenken?)
>> www.safarifuchs.de (die süßesten Röckchen ohne Zwirn)

Unbedingt vorbeischaun solltet ihr auch bei der Dame mit Bierdeckel-Schmuck (falls jemand mir noch was schenken möchte… this way!), dem Typ mit Geschenkpapier aus Worten, dem De-Phazz Musikstand, ach… eigentlich überall!

Hingehn! Sofort zur Dekumo! 🙂

Euer Ambitionsmädchen

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Just listening:
“Ojos De Brujo – Space Zambramix”
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