Archive for Juni 2007

Pflegeprodukte schreien nach Aufmerksamkeit

Juni 17, 2007

Hallo Fans,

das Wochenende neigt sich so langsam dem Ende und ganz allmählich kehren die Lebensgeister zurück. Denn, das Ambitionsmädchen war gestern das frische Brautpaar (wie berichtet) in Heidenheim besuchen. Lustigerweise waren gestern grade alle Taucher mit dabei, als wir es uns zunächst im Biergarten und anschließend bei vielen vielen Ramazottis und Martinis in der Kneipe gemütlich machten. Gerne habe ich jedem neu Hinzugestoßenem mein jüngstes Abenteuer wieder und wieder in den schillernsten Farben erläutert. Von allen Seiten erntete ich regen Zuspruch, mich der Herausforderung Tauchschein ruhig zu stellen. Es war schon ein sehr(!) langer, feuchtfröhlicher Abend gestern, so dass ich bei den beiden auf dem Gästebett nächtigte. Mein Alkoholspiegel war heute morgen nicht wirklich weniger. Auch wenn man immer denkt, nach dem Schlafen wäre man wieder fit. Jedenfalls kann ich mir nicht anders erklären, warum ich mir nach dem Duschen anstatt Deo, das:

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unter den Armen verteilte. Ach herrje… eigentlich darf man sowas gar niemandem erzählen… ;o)

Also immer schön aufpassen, wo ihr eure Cellulite bekämpft!

Euch einen starken Start in die neue Woche,

euer Ambitionsmädchen

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„Don’t be shy, have a try“

Juni 14, 2007

Hallo Fans,

das Ambitionsmaedchen schenkt sich den heutigen Abend bei Weißwein und musikalischer Unterhaltung von U.N.K.L.E.
Ohr links tut weh. In meinem unermüd- und (mir selbst) unergründlichen jugendlichen Leichtsinn hatte ich mich vor zwei Tagen zu einem Schnuppertauchgang angemeldet. Nicht, dass ich bisher auch nur annähernd etwas mit dem nassen Blubberzauber zu tun gehabt hätte. (Insgeheim fürchte ich -nun jammernd und Händchen ans Ohr haltend- sogar, ich habe es unbewußt nur getan um anschließend blank prahlend von meinen Abendteuern zu erzählen.) In Wirklichkeit, weiß jeder treue Blogleser, dass ich >> höchstens mal zum Abkühlen und aus hygienischen Gründen ins Wasser gehe. Wie auch immer: ein signifikanter Teil meines Freundeskreises ist dem Tauchsport verfallen und geht (mir kommt’s vor wie mindestens! 2x pro Woche) ganz elitär zum Tauchen. Nicht das Tauchen an sich elitär wäre, doch mal ehrlich, bei allem wo man nicht mitmachen darf, winkt die souveräne Lady von Welt Nase rümpfend ab und tut so, als würde „so Geplänkel“ gar nicht interessieren. In fact laufe ich aber vorübergehend gelb an, zieh‘ ne Schnute und -meist- will ich einfach auch mal! (Warum muss ich jetzt an das Wort „Trotzphase“ denken?)

Doch, um auf den „Event“ zu kommen:
Es war schon… „interessant“. Von dem Versprochenen: „Du, des isch dodal entschpannend. Mir gehn da immä hin und schaldedd ab. Desch isch wia schwerelos“ konnte allerdings keine Rede sein. Angefangen hat das Ganze damit, dass mir die Dame an der „Shorty“-Ausgabe gleich mal eine graublaue Taucherpelle in Größe 38 in die Hand drückte. Ich tippte auf meinen Allerwertesten und meinte: „…glauben Sie nicht lieber eine Nummer größer?“. „Der muss schon eng sitzen“… aha… ok…
In der Umkleide dachte ich mir noch, dass meine Beine ja ruhig auch mal ne halbe Stunde ohne Blut aushalten können. Doch als ich versuchte in die obere Hälfte zu zwängen, verbog sich meine Wirbelsäule nach hinten. Ich fühlte mich wie Quasimodo …nur andersrum. Also rausgelaufen und eine Nummer größer geholt. Paßte dann auch gleich viel besser. Kaum hatte ich mir passende Flossen und eine Tauchermaske ausgesucht („Wenn Du sie mit der Nase an Deinem Gesicht festsaugen kannst, passt sie.“ „Ich soll sie festsaugen???“) kam auch schon einer und behängte mich von hinten mit der Flasche. Alles schön festgezurrt und dann… hat anscheinend Helfter Nummer 2 die Flasche losgelassen und das volle Gewicht lastete mit einem Mal auf meinen Schultern. Ich bin schier wieder weggeknickt und fühlte mich wie… genau, nur andersrum. Irgendwann war ich schließlich dann doch im Wasser und nach anfänglichen Unsicherheiten traute ich mich (natürlich stehts von einem persönlichen Tauchlehrer begleitet) in den 9 Meter tiefen Tauchturm. Der Mann hatte ja eine Engelsgeduld. Ich hing auf halber Höhe rum und versuchte diesen blöden Druckausgleich zu machen (alle Nichttaucher mögen mir verzeihen, dass ich diesen Vorgang jetzt nicht näher erläutere). So richtig geklappt hat es auf Anhieb nicht, aber nach gefühlten 10 Minuten war ich tatsächlich unten. Hätte man hinter diesem wahnsinns Atemgerät doch nur mein Gewinnerlächeln sehen können. ;o)

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So übermütig man auf 12 qm nur sein kann, warf ich den anderen Tauchern kleine Bälle zu, winkte den Schaulustigen auf der anderen Seite der Glaswand und machte… den Fehler. Zweifacher Unterwasser-Sturzelbaum ist -liebe Tauchanfänger glaubt es mir- keine gute Idee für den ersten Tauchgang. Meine Maske lief voll Wasser und ich sah mich geistig augenblicklich „toter Mann“ im Becken treiben. Einer der Tauchlehrer sah’s und bedeutete mir, Luft durch die Nase zu pusten. Da hatte ich aber schon eine leichte Panikattacke und wollte nur noch raus. Der Aufstieg ging recht schnell. Er kam mit hoch. Vor lauter „wie-eine-Bekloppte-am-Atemgerät-nach-Luft-Saugen/-Zerren“ gings dann wohl doch zu schnell. Der Druckwechsel war nichts für meine Ohren. Jetzt tut’s -wie bereits erwähnt- weh und ich… tu mir leid. Sollte mich jetzt etwa mein Gehör auf immer und ewig von elitärer Sportart abhalten? Ich hoffe nicht, denn Studenten kriegen 10% Rabatt auf den Kurs ;o) Drückt mir die Daumen, dass der Dok grünes Licht gibt, dann beschenk ich mich nach den Prüfungen selber… :o)

Bleibt geschmeidig,

euer Ambitionsmädchen

Unter angehenden Akademikern tun sich Abgründe auf

Juni 6, 2007

Hallo Fans,

jetzt bin ich ja mittlerweile schon ganz stolz im 2. Semester meines Studiums und dachte, der FH-Alltag könnte mich mit nichts mehr überraschen. Demütig stehe ich nun hier, weil mich das Leben jeden Tag eines Besseren belehrt.

Nachdem die Mittagswarteschlange in (und vor) der Mensa wieder am 20 Meter-Marker endete und es dann (wirklich!) auch vollends egal ist, beschloss ich vorm Essen noch schnell auf die Pipibox zu springen. Vertrauensvoll übertrug ich Tasche und Bücher an meine netten Kommilitonen und machte mich auf den Weg.

Die Meinungen gehen weit auseinander. Ich persönlich empfinde ( >> wie bereits erwähnt) so schnell ja sowieso keinen echten Ekel mehr, doch bin ich der Ansicht auch Außenstehende würden nach einer gewissen Testphase bestätigen die Mensatoilette sei nicht die Schlimmste am Campus. Ich begab mich in eine der 20 Kabinchen und war ganz mit mir selbst beschäftigt als mir plötzlich ein seltsames Geräusch auffiel. Mir war sofort klar, woher ich es kannte. Normalerweise begegnet es mir jeden Tag mindestens einmal in einem öffentlichen Verkehrsmittel. Unglaublich! Auf der Damentoilette der Hochschule Esslingen spielt in der Kabine neben mir ein Mädel mit ihrem Handy. Erst dachte ich ja noch, es wäre ein SMS- oder Klingelton, doch nein, ganz eindeutig das Düdln und Diepn eines Handyspiels. Mein damned brain kreierte auch noch gleich einen Film der Dame mit kostenlosem Jamba-Abo auf’m Klo vor meinen Augen.

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Ich glaube, als ich in die Reihe zu meinen Kommilitonen kehrte war ich ganz weiß um die Nase und das, obwohl wir alle doch dachten, ich wäre von Toiletten so schnell nicht mehr zu schocken… ;o)

Schönen Abend!

Euer Ambitionsmaedchen

Ja, ich will!

Juni 4, 2007

Hallo Fans,

na schon erraten, um was es heute geht? Der erste Gedanke war auch schon gleich richtig! Gratulation! Nach meinem letzten Beitrag wünsche ich mir nun aber keine entgleisenden Gesichtszüge, sondern Kontenance! Denn es geht auch gar nicht um mich. Nur um mich herum, da wird geheiratet, als gäb’s was umsonst obendrauf (was weiß ich? 3 Monate Premiere? einen elektrischen Entsafter oder einen Luxus-Pokerkoffer?)

Interessiert eigentlich auch gar nicht, zum Heiraten ist der Sommer ja schließlich da ;o)

Ich hatte die große Ehre am vergangenen Wochenende meinem ersten Gay-Wedding beizuwohnen. Hach war das schön! Paßte auch gut, war eh noch voll in Hochzeitslaune, hatte nur kein Dirndl mehr an. ;o)

Samstag morgen früh aufstehen, „Vesper“ „eintuppern“ und ab nach Ulm zum Rathaus. Auf der Autofahrt mit meinen Lieblingsheuchelfreundinnen hatte ich noch überlegt, an welchem der zwei Schüsselchen ich mich denn nun delektiere. Die Apfelschnitze, oder den Reis. Die Vorstellung und der nachfolgende verbale Ausdruck, mir blieben nur die Apfelschnitze zum Bewerfen des Brautpaares übrig sorgte für allgemeine Heiterkeit. Family and Friends waren natürlich schon längst da. Ich hatte für den Fall der Fälle meinen Zebra-Regenschirm (mit Ohren) dabei und war auf alle Wetterlagen gefasst.

Beim Treffpunkt erfuhr ich, dass wir jetzt erst einmal alle gemeinsam zum Rathaus laufen („Ist nicht so weit, auf der Wegbeschreibung mit Karte war’s nur 24x mein kleiner Finger nebeneinander“). Soso… nur… (den Absatz meiner High-Heals kann ich nach dem Kiesweg, dem Kopfsteinpflaster und dem Gulli jetzt vergessen) aber was nimmt man nicht alles für ein so überzeugendes Paar in Kauf. Endlich im Rathaus gabs gleich bürokratische Ernüchterung auf meine romantischen Visionen: „Das Werfen mit Reis auf der Empfangstreppe ist aufgrund der großen Rutschgefahr verboten“. Der Blick auf das Schild neben dem Hochzeitssaal ließ mich wehmütig an meine Schnitze zurückdenken…

Der Rest kam mir irgendwie noch aus unmittelbarer Vergangenheit sehr bekannt vor. Und die Standesbeamtin (oder -te?) gab sich sogar richtig Mühe, möglichst locker zu wirken. Doch unfreiwillig komisch war es ja schon, ihr „Sie dürfen sich jetzt gerne gegenseitig… … drücken“. Hach! Gottseidank haben sich die Mädels standesgemäß geküßt und nicht gedrückt… tz ;o)

Danach war alles geboten, was das Hochzeitspublikum begehrt: selbstgemachte Schmusemusik, Muttis (Freuden-!)Tränen und -weil ich ein Rebell bin- „Reis für alle!“ auf’s Brautpaar (vor der Rathaustreppe natürlich) :o)

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Das Tagesprogramm und die Fete bis morgens waren großartig! Deluxe-Häppchen am Rathausplatz, gemietetes Schiffs-Kleinod auf der Donau, Deluxe-Party mit Deluxe-Essen (ich sag nur „Buffetfräse“) und schließlich Deluxe-DJ im „Roxy“.  Selbst der Opa und die Oma haben zu Nena „abgedanced“ bis die Hüfte knackt. ;o)

So will ich auch mein Versprechen auch mal feiern!

Auf die Liebe! :o)

Bis bald,

euer Ambitionsmädchen


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