Archive for April 2007

29.06.2006 – Rohe Gewalt mit Stift auf Papier

April 1, 2007

Hallo Fans,

gestern Abend hab ich mir ja den Stern gekauft. Noch die „alte Ausgabe“. Der Titel: „Frauen – die besseren Chefs. Was Männer von ihnen lernen können“ Da hab ich mich ja direkt angesprochen gefühlt ;o)
Sehr interessanter Artikel übrigens. Ein Kauf lohnt allemal. Wirklich gefesselt wurde ich aber beim Durchblättern des Rätselteils. Eine ganze Seite widmete sich ausschließlich den toptrendigen SuDoKu-Rätseln. Außer meinem Kollegen, der mich heut morgen entgeistert anstarrte was das sein soll, kennt das inzwischen wirklich jeder. Andererseits: angeblich kennen auch nur 20 Prozent der Deutschen Shakespeare. (Für alle die ebenfalls plötzlich Informationsdefizite ausmachen: >> SuDoKu in Wikipedia)

Wie auch immer. Von Bonsai bis Sumo waren vier verschieden Schwierigkeitsgrade geboten. Sie strahlten mich regelrecht an und sagten: versuch mich! Ein Blick auf die Uhr, das Eingeständnis, dass ich eh nichts mehr vor hatte und der Griff zum nächsten Bleistift („Uh, naja lieber doch den mit Radiergummi“) folgten promt. Ähnlich ambitioniert und (wie anscheindend jeder schwarz-rot-gelb gestreifte Fußballfan) von Erfolg überzeugt, schrieb ich eine filigrane „1“ in das erste Kästchen. Einer der neun Blöcke war damit auch schon voll. Pah! Kindergeburtstag! Block 2, 3 und 4 waren mit ein paar Check’s nicht minder schnell gefüllt. Weiter als bis zum fünften kam ich dann allerdings nicht. Meine Frustrationstoleranz war doch weit niedriger als der Anspruch an Kniffeln und Knobeln jener Denksportaufgabe. (Falls eine der werten Leserinnen programmiert: Selbst mit >> Brute-Force ging nix mehr. Rekursive Validitätsüberprüfung auf logische Fehler brachte auch nichts. If-Else-Konzepte führten an den Rand des Buffer-Overflows. Error und Abbruch nach drei Minuten.)

sudoku01.jpg

Aus dem „Versuch mich!“ wurde in meinem Kopf ein „Ätsch!“. Frechheit! Was ich gar nicht leiden kann ist scheitern; noch dazu an so einem blöden 10×10 Zentimeter „Bonsai“ Zahlendurcheinander! Heute abend werde ich auch die letzten der 81 Quadrate in Ihre Schranken weisen! Den gestrigen Abend erlebte ich Asien allerdings nur noch in Form einer Dokumentation… im Fernsehen. ;o)Euch einen schönen Tag,
euer Ambitionsmädchen

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26.06.2006 – Summer in the City

April 1, 2007

Hallo Fans,

nachdem ich nun endlich wieder „online“ und -mir kommt’s vor- erst damit wieder Teil eines erfüllten Lebens bin, melde ich mich hiermit offiziell zurück! ;o)

Ein nicht unbedeutender Umstand, der meine Web-Abstinenz zusätzlich begründete, lag in der Tatsache, dass ich die letzten Wochen diverse Prüfungen schreiben musste. Ich glaube, ich hatte mein kleines privates Projekt schon öfter mal erwähnt. Wie auch immer. Finished! :o)

Wer mir zur Belohnung eine Freude machen will, darf mir gerne eine Packung Taralli schicken. Oder alle legen bei der nächsten MV zusammen, und es wird ein ganzer Kleinwagen voll italienischem Gebäck. :o) Adresse steht im Steckbrief ;o)

Mensch, was für ein Sommer oder? Am Samstag (als der Rest der Welt Fussball guckte) lag eure Webmistress sich (möglichst lasziv) auf dem Laken wälzend im Freibad. Besonnen und verantwortungsvoll trug ich selbstverständlich außerhalb des Beckens ein Cäpi, schließlich sollte meine Haut und nicht mein Gehirn brutzeln. Hat aber leider nicht viel geholfen denn, – ich gebe zu- Schattenlieger halte ich für Weicheier. Was folgte war also ein kleiner fieser Sonnenstich. Ich denke, das kennt eh jede oder? Ich verzichte auf nähere Details.

Wie auch immer, nun hatte ich gehofft, mich bewußt der medialen Berieselung durch Pille (dem sprechende Fußball) und dem >> ruinbringendem(?) halbnackten Löwen (Goleo) entziehen zu können. Und was war? Um fünf war das Freibad so gut wie leer und für den harten Kern, haben die Bademeister jedes Tor aufmerksamerweise noch extra durchgesagt. Jedoch: es war eine gelungende Abwechslung zwischen Durchsagen wie „Achtung: Immer nur eine Person auf dem Springturm!“ und „Bitte sofort runter von den Schwimmnbahntrennern!“, „Bitte nicht mit Schwimmflügeln ins Schwimmerbecken!“
Freibäder habe ich sowieso recht lange gemieden und schwimmen gehört jetzt auch nicht gerade zu meinen bevorzugten Freizeitbeschäftigungen. Ich erinnere mich auch noch genau daran, wie ich für das Silberschwimmabzeichen vom 3er springen musste und selbst bittere Angsttränen meine Lehrerin nicht im geringsten rührten. (Ich scheiterte dann übrigens nicht am 3er sondern am 50 Meter Rückenschwimmen.) Seit diesem Trauma (und dem „weißen Hai“) , bin ich selbst als Erwachsene vollkommen irrational lieber am Schwimmbeckenrand. So, jetzt Schluß mit langweiligem Seelenstriptease! Auf zu neuen Taten! Themawechsel!
Offensichtlich laufen in allen deutschen Bundesländern nicht nur die Flimmerkisten mit WM-Gezappel, sondern auch die Vorbereitungen für die CSDs. Ich freu mich schon drauf :o)

Ich wünsch euch einen schönen Tag!

Euer Ambitionsmädchen

P.S.: Ich möchte ja nicht als Vaterlands-Verräter gelten und Angela-Merkel-Like an den Pranger gestellt werden; deshalb sei an dieser Stelle prophylaktisch gesagt: Die deutsche Elf spielt natürlich hervorragenden Fußball und wir werden sicher Weltmeister. Obwohl ich ja ganz heimlich für die Schweiz Daumen drücke. ;o)

16.05.2006 – Neocaridia denticulata sinensis var. Red

April 1, 2007

oder: Garnelen-Rudel am Horizont

Hallo Fans,

nachdem ich meine Abend noch immer nicht im Internet verbringe und zu der Zeit, wenn ich tatsächlich abends mal fernsehe, meist amerikanische Obduktionsserien oder Frauentausch auf RTL II läuft, mag ich schon bald nicht mehr! Letzten Samstag dann auf VOX eine Doku über leidenschaftliche Zierfischzüchter. Strahlendes Glitzern in den Augen meiner Liebsten, aufsteigende Panik in meiner Brust.

Ich sag gleich die Wahrheit: Es handelte es sich bei meinem gestrigen Einkauf mehr um eine Präventivmaßnahme als um selbstloses Schenken. Denn die Worte „Fische“, „süß“, „Aquarium“ und (besonders bedenklich) „haben will“ fielen in unserer Beziehung schon häufiger in einem zusammenhängenden Satz. In der Hoffnung, meine Liebste würde sich vorerst auch „nur“ mit YPS-Urzeit-Krebsen zufrieden geben, wandte ich mich ratsuchend an eine aquaristik-erfahrene Kollegin. Die hat mir nun zu Garnelen geraten. Die wären pflegeleicht, anspruchslos und ein prima Einstieg in die farbenfrohe Wohnzimmerwasserwelt.

Nach ausführlicher Beratung und Erstellung einer gedanklichen Einkaufsliste on „Basic-Equipment“, gings nach Feierabend los zum Hornbach. Man möge mir verzeihen, dass ich kein zoologisches Fachgeschäft aufgesucht habe. Das leere Glasaquarium samt Sand steht nun bereit für weitere Befüllung in der Wohnung.

Die ersten Blicke waren natürlich etwas irritiert, doch nachdem ich ausführlich darauf eingegangen bin, warum Garnelen doch viel toller und exklusiver sind als Fische, war selbst mein Schatz begeistert.

Die nächsten Schritte werden wohl am Wochenende unternommen. Alles mit der Ruhe! Jetzt nicht hudeln! Schließlich soll daraus ja ein wahres Hydro-Juwel werden, mit allem was es zu einem glücklichen Garnelenleben braucht.

Selbstverständlich halte ich euch auf dem Laufenden.

Bis bald,
euer Ambitionsmädchen

Übrigens: Bei der Erstbesetzung des Aquariums kommen wahrscheinlich sogannte Red Fire Garnelen (Lat.: Neocaridia denticulata sinensis var. Red) zum Einsatz.

12.05.2006 – Anglicism

April 1, 2007

Hallo Fans,

meine Kollegin überrascht mich ja schier täglich in der Mittagspause mit den neuesten Getränketrends, die der EDEKA auf der anderen Straßenseite hergibt. Von allen (aaaallen!) sauerstoffangereicherten, isotonischen, aromatisierten Saft-, Wasser- und Limonadenvariationen hat sie heute die Schönste mitgebracht.

Was lasen meine sonst so anglizismusblinden Augen da?

„Black Forest Pearl – Orange“ (>> Zum Hersteller) Wie süß! Von allen „wir werten das Produkt auf, indem wir jetzt einfach alles englisch machen“ – Versuchen ist das mit Abstand bisher der Unterhaltsamste, der mir je (ever!) begegnet ist. Nicht falsch verstehen! (Don’t get me wrong!) Nichts läge mir ferner, als den mit Sicherheit unwillkührlich eintretenden Trinkgenuss dieses Wässerchens in Frage zu stellen! Ich bin mir sicher, es schmeckt toll! Aber allein die Vorstellung, wie die globaltrendsetter-gebrieften Marketingler aus Bad Peterstal-Griesbach beschließen einen Creative Trip zum Groundlake (korrekte Übersetzung: Lake Constance) zu unternehmen um zu brainstormen gefällt mir doch sehr. Keine Sorge, ich verschohne alle Leser mit weiteren, ewig aus dem Nähkästchen hervorgeholtem Anglizismen-Gejammer. Ich fand’s halt nur lustig.

Übrigens: Ich persönlich bin ja ein treuer Verfechter der Reutlinger „Pipe Pearl“, auf Deutsch besser bekannt unter „Rohrperle“ oder „Leitungswasser“ ;o)

Viele Grüße von

eurem Ambitionsmädchen

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04.05.2006 – Thank you for the music

April 1, 2007

Hallo Fans,

ich bin schon ganz aufgeregt! Meine Liebste war vergangenes Wochenende mit Ihrer Band „im Studio“ „zum aufnehmen“. Wow! Wie ein echter Star! Nachdem die „Produktion“ schon zwei Tage lief, hab‘ ich the „Artists“ am Sonntag mal besucht.
So grob wußte ich, es ist in Bad Cannstatt. Dort findet zur Zeit übrigens auch der (der! und nicht die!) Wasen statt. Und der Burger King sei gleich um’s Eck. Soviel wußte ich dann schon mal und grob hatte ich dann auch einen Parkplatz gefunden: im Hof eines maroden Charme verströhmenden Fabrik- und Gewerbegebäudes. „Geh durch die offene Tür und dann in Keller, da ist das Studio“, hatte sie noch am Telefon zu mir gesagt. Tür gleich gefunden, kein Problem. Da war auch die Treppe in den Keller. Nur: nach Studio sah es nicht aus. Spontan dache ich eher in Schlagzeilen im Stile von „Rammstein wütete im Keller der Villa Kunterbunt“ oder „Nachkriegsrelikte in Untergeschossen des Stuttgarter Ostens“. Wer „The Saw 2“ gesehen hat, darf sich ein Alternativbild vor seinem geistigen Auge malen und liegt 100%ig auch richtig. Jedenfalls wollte ich gerade schon wieder auf dem Absatz kehrt machen, als sich in eine der Türen in dem verrotteten Gang öffnete. Raus guckte ein mir sehr wohl bekannter Blondschopf und bedeutete mir zu kommen.

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Als sie mir vom „Studio“ erzählte, hatte ich die Vorstellung von cleanen, sauberen Highend-Technik SchnickSchnack in zwei durch eine sidolinsaubere Glasscheibe verbundene Räume.
Offensichtlich haben mir MTV-Videos und „DSDS Backstageaufnahmen“ ein falsches Bild von der wahren Musikerrealität vermittelt. „Alternativ“ ist noch eine höfliche Beschreibung für Equipment und Zustand der Räumlichkeiten. „Independent“ würde fairerweise aber noch auf den zu erwartenden „Laissez-faire“ und „Stilmix“ hinweisen. Es gibt einen Aufenthaltsraum mit Aquarium (bei dem mich die Statik trotz Sprung über die ganze Glasscheibe sehr erstaunt hat), alter grüner Kunstledercouch und einem Teppich mit vielen vielen Brandlöchern von Zigaretten, die aus den vollen vollen Aschenbechern gefallen sind. In den Gängen gibts allerlei (seit Jahren und Jahren) provesorischen Kabelhalterungen und Ablagen. Und die beiden Aufnahmeräume gabs dann natürlich auch noch. Clean war da aber (außer dem Tontechniker während der Aufnahmen) nix. Egal, denn „das gehört dazu, das muss so sein!“. Aha… und ich dachte, nur Heavymetalbands fangen so an…Trotzdem: ich war wie so oft, völlig fasziniert von soviel Produktivität im kreativen Chaos. Und ich geb’s ja zu: irgendwie war es schon cool! In zwei Wochen gibs die fertige CD und vielleicht an dieser Stelle auch ein Lied zum Download und reinhorchen. Mal schaun ;o)

Euch einen schönen Tag!

Euer Ambitionsmädchen


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