31.03.2006 – Sinnen nach dem Abschied

Hallo Fans,

ach herje! 2 Wochen ist der letzte Eintrag schon wieder her. Es ist schon wieder so viel passiert. Vor zwei Tagen bin ich das 2. Mal innerhalb eines Jahres umgezogen. Zugegebenerweise nicht ganz freiwillig, aber wie das eben so ist, kann man es sich nicht jedesmal aussuchen ;o)

Immerhin hatte ich wieder die Gelegenheit einen kleinen Lieferwagen zu fahren. Ein Heidenspaß! Kann ich jedem nur empfehlen, der sich
a) mal wie eine richtige Truckerbraut fühlen möchte
b) sich für Lieder wie „Ruf Teddybär 14“ von Jonny Hill begeistern kann oder
c) ein Faible für große mobile Blechquader hat.

umzug.jpg

Einziger Wehmutstropfen: Die WG-Zeit mit meinem Mitbewohner Ralf, der mir unzählige, und vor allem unvergessliche Anekdoten zu erzählen beschehrt hat endet damit natürlich auch. Ich denke da z.B. an verschwitzte Socken auf dem Küchenheizkörper, dem Fahrradschlauch in der Geschirrtuch-Schublade, dem Vogel der beim Frühstücken auf Ralf’s Teller verendete oder die kleinen gelblichen Halbmonde auf den Badfliesen, die sich bei näherer Betrachtung als Fußnägel herausstellen. Es gab auch wirklich harte Momente, z.B. als ich mal zufällig ins Bad kam, Ralf mit dem Handtuch die Toilette putzte und es zurückhängte. Schlimm war auch, als ich abends nachhause kam, mich auf den selbstgebackenen Kuchen meiner Mutter freute und feststellte, dass alles im Kühlschrank von einer Ölschicht aus Ralf’s eingelegter Antipasti-Schale überlaufen war. Den 10 Liter Eimer mit selbstgemachten Wurstsalat-Sud in der Küche, hab ich weggeschüttet, nachdem Ralf auch nach 2 Wochen noch nicht Eindruck gemacht hat, als würde er es tun. Als er seine Reisetasche im Biomüll entsorgen wollte, musste ich lachen. Auch als ich zum ersten Mal sein WG-Zimmer sah. Ich kenne sonst keinen heterosexuellen Mann, der sich mit 30 freiwillig ein Plakate von Walt Disneys „Die Schöne und das Biest“ aufhängen würde; oder Prilblumen; oder „Ich bin Heilerziehungspädagoge“-Poster; oder einen rosaroten Tüllhimmel… und den Marienkäfer-Corsa würde ich eh nicht vergessen.
Er wird mir fehlen; irgendwie war er ein liebenswerter Chaot.

Nun beginnt eine neue Zeit, weg von Reutlingen… in der Einflugschneise des Stuttgarter Flughafens ;o) Das wird bestimmt auch schön!

Bis bald,
euer Ambitionsmädchen

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Eine Antwort to “31.03.2006 – Sinnen nach dem Abschied”

  1. Zimmer frei (ohne Götz Alsmann) « Ambitionsmädchen Says:

    […] auf’m Frühstückstisch verenden lasst oder ähnlich pikante  soziale Auffälligkeiten habt (siehe hier >>), ist jeder herzlich eingeladen mir zu […]

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