25.01.2006 – Was Schnee und Walt Disney gemein haben

Hallo Fans,

jetzt bin ich seit 2 Tagen zurück und hatte noch gar keine Gelegenheit Details zu meinem Urlaub kundzutun.

Um gar nicht lange drumrum zu reden:
Wir waren genau 1x auf der Piste. Das hat auch gereicht; d.h. eigentlich hat’s mir schon gereicht, da waren wir noch gar nicht den Berg oben.

Es fing damit an, dass ich (wo jeder andere normale Mensch auch, natürlich sehr sehr laienhaft (!)) von „mit dem Lift den Berg hochfahren“ sprach. „Das heißt liften!“ schallte es mir prompt entgegen. Aha…

Allen, die noch nie vorher Snowboard gefahren sind, erkläre ich kurz:
Man zurrt sich mit einem Bein bis zur Thrombosegefährdung in der Bindung fest („Los, noch fester!“) und mit dem anderen Bein schubst man sich vorwärts. Das stellt man sich leicht vor, ist es aber nicht. Bei mir hat’s jedenfalls nicht funktioniert und ich bin eher auf allen vieren vorwärtsgekrochen wie ein lahmender Bettler zu Zeiten von Kaiser Augustus.
Ich wurde weiterhin noch aufgeklärt, dass ich eine ganz ungewöhnliche Fahrweise habe. Die Webmistress fährt „goofy-regular“. Nochmal Aha…
Soll heißen, ich stehe so komisch wie wohl sonst keiner auf dem Brett. Meine präferierte Beinstellung ermöglicht nämlich sowohl das „Regular“- als auch das „Goofy“-Fahren.

Beim „Liften“ müssen sich beide Snowboarder gegenüberstehen und den t-förmigen Liftbügel zwischen sich und ihre Beine einklemmen. Ich hab’s beim erstem Mal zumindest geschafft, mich in dieses Ding zu verhaken. Unglücklicherweise war mein Gleichgewichtssinn noch nicht sehr ausgeprägt, ich stürzte auf meine Süße (Snowboardass) und wir wurden erst mal 20 Meter mitgeschleift, bis wir den Bügel aus unserem Arme/Beine-Kuddelmuddel lösen konnten. Sie hat sich ihr Knie an meinem Board ganz feste gestoßen und weist mich seitdem jeden Tag auf ihr leuchtend grünblaues Hämatom hin. Ich war ja schon froh, dass kein Kind über uns drüberge-„liftet“ ist…

An dieser Stelle schon leicht angesäuert stampften wir zurück zur Talstation. Der 2. Versuch klappte (wenn auch nur knapp) schon besser.

snowboard02.jpg

Am Berggipfel angelangt sah ich erst mal zu, wie der flaumbärtige Teeny hinter uns elegant während der Fahrt(!) in die Bindung stieg und sich festschnallte. Es sollte noch 10 Minuten dauern, bis ich mich an gleicher Stelle, wie eine Schlange windend, festgeschnallt hatte und auf den Beinen stand. Bedauerlicherweise kann ich bis jetzt nicht mehr als vorwärts runterrutschen und nach links fahren (sehr schlecht wenn der Lift abseits rechts der Piste steht…)
Großteils kam es in etwa auch genauso, wie ich es bereits befürchtet hatte:
Webmistress auf dem Bauch, Webmistress auf dem Hintern… Gottseidank kam niemand ernsthaft zu Schaden und ich bin noch heil, um davon zu berichten.
Am nächsten Tag konnte (und wollte) ich mich nicht mehr bewegen und wir verbrachten den Rest des Urlaubs mit „dahinoxydieren“, wie mein Bruder immer so schön sagt. Soll heißen: Nix! Wirklich gar nichts machen! Tut auch mal gut.Den Anforderungen von Snowboards an meine Frustrationstoleranz bin ich einfach nicht gewachsen… ;o)
Aber wer weiß… beim nächsten Mal vielleicht…

Viele Grüße von
eurem Ambitionsmädchen

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