10.03.2006 – Max, mach mir bitte ein Kind!

Hallo Fans,

die Webmistress hat letzte Woche anlässlich eines in jährlichen Perioden wiederkehrenden Events allerlei verschiedenes Geschenkgut in Empfang nehmen dürfen.
Oh wie war das schön! Selbstredend wurde Hinz und Kunz zu einem -sagen wir- „kleinen Umtrunk“ geladen oder um näher bei der Wahrheit zu bleiben…. Die WG war bis oben hin voll Leute und die 2 Riesenschüsseln Bowle und 70 Tortilla-Rollen noch fast zu wenig. Glück außerdem, dass die Nachbarn in Urlaub waren und somit weder „Dancing Queen“ nachts um halb vier, noch der Knall der Konfettikanone eventuelle Zeitzeugen des 2. Weltkrieges in Angst und Schrecken versetzt hätte.

Auf (sprichwörtlich) vielfachen Wunsch einer einzelnen Person, gab es zum ersten Mal in meinem Leben ein Geschenk-Tischchen, auf dem alle Präsente dekorativ gesammelt wurden. Ich persönlich halte davon ja wenig; zähle ich mich auch nicht zu den Leuten, die sich an liebevoll ausgewähltem Geschenkpapier, welches wiederum in mühevoller Handarbeit um Umverpackungen und/oder den eigentlichen Gaben gewickelt wurde erfreuen kann. Ganz im Gegenteil: Schon als Kleinkind war ich für mein Freudestrahlen beim Zerfetzen und Aus-der-Packung-reißen bekannt. Insofern hat sich mir der Sinn dieses Konsum- und Luxusgüter-Altars bis heute nicht enthüllt.

Neben den beliebten Weinflaschen und (erschreckend, denn auch zum 1. Mal passiert) Geschenkkörben(!), erfreute ich mich unter anderem auch an einem Ice-Crusher, dem Kilosack Popcorn und einer Fahrradpumpe. Besondere Schmankerl waren aber die
>> Nosferatu-DVD mit Klaus Kinski als Fürst der Finsternis und ein >> Hörbuch mit Aufnahmen verschiedener Lesungen von Max Goldt.
Wenn ich kurz in mich horche, ist Herr Goldt überhaupt seit Jahren der einzige „Star“ in meiner bescheidenen Medienwahrnehmung. Etliche seiner Bücher schmücken mein Regal. Nie wollte ich von bekannten Persönlichkeiten aus Funk und Fernsehen, Chartlisten oder Sportarenen ein Autogramm. Das einzige Autogramm, das ich besitze habe ich von Max Goldt bei einer Lesung vor knapp zwei Jahren in Ludwigsburg bekommen. War ich aufgeregt! Tags zuvor hatte ich noch ernsthaft überlegt mir ein „Max, bitte mach mir ein Kind!“- T-Shirt drucken zu lassen und zur öffentlichen Demonstration meiner uneingeschränkten und ausnahmslosen Bejahung seiner Publikationen bei eben diesem Anlass zu tragen. Gegen ihn sind Autoren wie Benjamin von Stuckrad-Barre doch nur Kommerzschreiber und Campuspop!

Übrigens: CD 2 seines Hörbuches werde ich heute auf meiner Fahrt nach Nürnberg hören. Und so schließt sich der Kreis, denn davon erzähle ich euch dann wie versprochen am Montag… :o)

Happy Weekend!

Euer Ambitionsmädchen

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Eine Antwort to “10.03.2006 – Max, mach mir bitte ein Kind!”

  1. Ambitionsmädchen Says:

    […] Bezüglich meiner Schriftsteller-Karriere mache ich übrigens kleine Fortschritte. Ich habe mir jetzt ein Buch gekauft (also um ehrlich zu sein sind es drei), wie man einen Roman schreibt. Im Idealfall brauche ich das folglich nur noch zu lesen und der neue Spiegel-Bestseller ist nur noch eine Frage der Zeit. Vielleicht würde ich als Starautorin irgendwann nochmal Max Goldt in echt treffen? Wir säßen Stuhl an Stuhl bei einer Podiumsdiskussion über die Bedeutung des Primärereignisses in der Konfliktwahrnehmung zeitgenößischer Literatur. Es wäre ein metaphrisches PingPong zwischen uns! Subtile Zärtlichkeiten, nicht in unseren Worten, sondern in der Stille zwischen den Worten ausgetauscht! Und schließlich könnte ich mich rüberbeugen und ihm sexy zuflüstern: >> Max, bitte mach mir ein Kind! […]

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