04.05.2006 – Thank you for the music

Hallo Fans,

ich bin schon ganz aufgeregt! Meine Liebste war vergangenes Wochenende mit Ihrer Band „im Studio“ „zum aufnehmen“. Wow! Wie ein echter Star! Nachdem die „Produktion“ schon zwei Tage lief, hab‘ ich the „Artists“ am Sonntag mal besucht.
So grob wußte ich, es ist in Bad Cannstatt. Dort findet zur Zeit übrigens auch der (der! und nicht die!) Wasen statt. Und der Burger King sei gleich um’s Eck. Soviel wußte ich dann schon mal und grob hatte ich dann auch einen Parkplatz gefunden: im Hof eines maroden Charme verströhmenden Fabrik- und Gewerbegebäudes. „Geh durch die offene Tür und dann in Keller, da ist das Studio“, hatte sie noch am Telefon zu mir gesagt. Tür gleich gefunden, kein Problem. Da war auch die Treppe in den Keller. Nur: nach Studio sah es nicht aus. Spontan dache ich eher in Schlagzeilen im Stile von „Rammstein wütete im Keller der Villa Kunterbunt“ oder „Nachkriegsrelikte in Untergeschossen des Stuttgarter Ostens“. Wer „The Saw 2“ gesehen hat, darf sich ein Alternativbild vor seinem geistigen Auge malen und liegt 100%ig auch richtig. Jedenfalls wollte ich gerade schon wieder auf dem Absatz kehrt machen, als sich in eine der Türen in dem verrotteten Gang öffnete. Raus guckte ein mir sehr wohl bekannter Blondschopf und bedeutete mir zu kommen.

studio01.jpg

Als sie mir vom „Studio“ erzählte, hatte ich die Vorstellung von cleanen, sauberen Highend-Technik SchnickSchnack in zwei durch eine sidolinsaubere Glasscheibe verbundene Räume.
Offensichtlich haben mir MTV-Videos und „DSDS Backstageaufnahmen“ ein falsches Bild von der wahren Musikerrealität vermittelt. „Alternativ“ ist noch eine höfliche Beschreibung für Equipment und Zustand der Räumlichkeiten. „Independent“ würde fairerweise aber noch auf den zu erwartenden „Laissez-faire“ und „Stilmix“ hinweisen. Es gibt einen Aufenthaltsraum mit Aquarium (bei dem mich die Statik trotz Sprung über die ganze Glasscheibe sehr erstaunt hat), alter grüner Kunstledercouch und einem Teppich mit vielen vielen Brandlöchern von Zigaretten, die aus den vollen vollen Aschenbechern gefallen sind. In den Gängen gibts allerlei (seit Jahren und Jahren) provesorischen Kabelhalterungen und Ablagen. Und die beiden Aufnahmeräume gabs dann natürlich auch noch. Clean war da aber (außer dem Tontechniker während der Aufnahmen) nix. Egal, denn „das gehört dazu, das muss so sein!“. Aha… und ich dachte, nur Heavymetalbands fangen so an…Trotzdem: ich war wie so oft, völlig fasziniert von soviel Produktivität im kreativen Chaos. Und ich geb’s ja zu: irgendwie war es schon cool! In zwei Wochen gibs die fertige CD und vielleicht an dieser Stelle auch ein Lied zum Download und reinhorchen. Mal schaun ;o)

Euch einen schönen Tag!

Euer Ambitionsmädchen

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